Kretschmann: Das sind die weiteren Corona-Maßnahmen

Pandemie Ministerpräsident Winfried Kretschmann berichtet über die Ergebnisse der heutigen Konferenz der Bundeskanzlerin und Länderchefs.

Stuttgart. Der Bund und die Länder haben sich über weitere Corona-Maßnahmen beraten, um die diffuse exponentielle Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Der heutige Beschluss von Bund und Ländern ist ein Grundsatzbeschluss, der jetzt bis zum Montag, 2. November, in den Ländern im Detail ausgearbeitet und umgesetzt wird.  Ministerpräsident Kretschmann berichtet über die Ergebnisse.

Heute liegt die Tagesinzidenz bei über 90 also sechsmal so hoch als noch vor vier Wochen. „Die Lage hat sich erneut zugespitzt“ sagt Kretschmann. Es drohe eine akute nationale Gesundheitsnotlage. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen verdoppeln sich in acht Tagen. "Das zwingt uns zu neuen Maßnahmen. Wir wollen die Kitas und Schulen unbedingt offen halten", so der Ministerpräsident.

Das sind die wichtigsten Änderungen:

Kontaktbeschränkungen. Ab 2. November dürfen sich nur noch zwei Haushalte, maximal aber zehn Personen treffen.

Freizeitangebote: Freizeiteinrichtungen wie Theater, Opern und Konzerthäusern dürfen bis Ende November nicht mehr öffnen. Auch der Sport ist betroffen. Im Profisport müssen die Spiele wieder ohne Zuschauer stattfinden. Auch Fitnessstudios müssen schließen. Sport alleine oder zu zweit bleibt weiter möglich.

Reisen: Private Reisen werden untersagt. Geschäftliche Reisen dürfen weiterhin unternommen werden.

Restaurants: Auch Restaurants müssen schließen. Speisen dürfen weiterhin abgeholt werden.

Schulen und Kitas: Kitas und Schulen sollen weiterhin geöffnet bleiben.

Einzelhandel: Darf weiterhin geöffnet bleiben. Allerdings dürfe sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter aufhalten. 

"Diese Maßnahmen sind zeitlich befristet und gelten bis Ende November", sagt Ministerpräsident Kretschmann. In zwei Wochen werden die Ministerpräsidenten und Angela Merkel sich wieder über die Maßnahmen zu beraten.

"Unser oberstes Ziel muss lauten, unsere privaten Kontakte zu 75 Prozent zu reduzieren", sagt Kretschmann. Denn das Virus breite sich ziemlich schnell aus, wo wir uns wohl fühlen und in geschlossenen Räumen zusammen sein können.

Die Infektionslage ist so hoch. "Wir können derzeit nicht sagen was die Hauptinfektionstreiber sind. Das hat zur Folge, dass wir uns nicht mehr nur an das Hygienekonzept halten müssen", sagt Kretschmann. Im Zentrum der Maßnahmen stehe, zum einen der Schutz des Lebens, der Arbeitsplätze und zum anderen auch die Betreuung der Kinder. "Dadurch werden wir es hoffentlich schaffen eine nationale Gesundheitsnotlage abzuwehren", mit diesen Worten beendet Kretschmann sein Statement.

 

Damit dieser Inhalt angezeigt wird, benötigen wir Ihre Zustimmung.

© Schwäbische Post 28.10.2020 18:30
19579 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben

Kommentare

Nadja Wagner

Die Bundesrepublik und die Bundesländer sollten Ihre Teststrategie überdenken, angesichts dem  nun berichtetem Mangel an Testmöglichkeiten,   Routine Abstriche  im Profi Sport sind absolut zu überdenken und ggf.  durch Schnelltest zu ersetzen.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy