Neue Corona-Verordnung: Was sich in Sachen Veranstaltungen ändert

Die Landesregierung fasst die Corona-Verordnung komplett neu. Sie soll übersichtlicher und leichter verständlich sein. Das sind die wichtigsten Änderungen der Verordnung. 

Stuttgart. Die Landesregierung hat an diesem Dienstag, 23. Juni, eine neue Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Das meldet die Landesregierung Baden-Württemberg. Sie tritt am Mittwoch, 1. Juli, in Kraft. Die Corona-Verordnung wurde in den vergangenen Monaten aufgrund der veränderten Lage zumeist für Lockerungen von Maßnahmen mehrfach geändert. Jetzt wurde die komplette Verordnung neu gefasst und ist damit übersichtlicher und leichter verständlich.

Das sind die wichtigsten Änderungen der neuen Verordnung im Überblick:

  • Ab dem 1. Juli dürfen sich im öffentlichen Raum nun genau wie im privaten Raum 20 Personen treffen. Die neue Verordnung unterscheidet dann nicht mehr zwischen privaten und öffentlichen Räumen. Die Regelungen dazu finden Sie jetzt in Paragraf 9.
  • Ab dem 1. Juli ist bei privaten Veranstaltungen mit nicht mehr als 100 Teilnehmenden kein Hygienekonzept wie in Paragraf 5 gefordert mehr nötig. Dies gilt etwa für Hochzeitsfeiern, Taufen und Familienfeiern.
  • Ab dem 1. Juli sind Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen möglich, wenn den Teilnehmenden für die gesamte Dauer der Veranstaltung feste Sitzplätze zugewiesen werden und die Veranstaltung einem im vorhinein festgelegten Programm folgt. Also etwa Kulturveranstaltungen, Vereinstreffen oder Mitarbeiterversammlungen.
  • Ab dem 1. August sind Veranstaltungen mit weniger als 500 Personen wieder erlaubt.
    Untersagt sind weiterhin Tanzveranstaltungen mit Ausnahme von Tanzaufführungen sowie Tanzunterricht und -proben.
  • Bis zum 31. Oktober sind Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmenden weiter untersagt.
    Clubs und Diskotheken dürfen weiterhin nicht öffnen. Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen sowie jede sonstige Ausübung des Prostitutionsgewerbes im Sinne von § 2 Absatz 3 des Prostituiertenschutzgesetzes bleiben ebenfalls untersagt.
  • Abstandsregelungen und Maskenpflicht bleiben bestehen.

Hier geht es zu der neuen Corona-Verordnung.

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© Schwäbische Post 23.06.2020 14:38
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Kommentare

Claus Gabriel

Wenn Herr Kretschmann sich selber nur auch an die Maskenpflicht halten würde 

In my humble opinion

Claus Gabriel schrieb am 23.06.2020 um 15:52

Wenn Herr Kretschmann sich selber nur auch an die Maskenpflicht halten würde 

"Quod licet IOVI non licet bovi", sagten schon die alten Römer, 'was Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen nicht erlaubt'.

Aber Herr Kretschmann ist ja noch jung, vielleicht lernt er es auch noch.

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