Zahnärztliche Behandlungen ohne Einschränkung

Die Landesregierung wird den § 6a der Corona-Verordnung  ab dem 4. Mai 2020 aufheben.  

  • Symbolbild:Pixabay

Stuttgart.  Die Landesregierung wird § 6a der Corona-Verordnung - drei Wochen nach dessen Inkrafttreten – ab  Montag, 4. Mai aufheben. Das geht aus einer Pressemitteilung des Informationszentrums Zahngesund Baden-Württemberg hervor.  Nach § 6a der Corona-Verordnung konnten nur medizinisch notwendige zahnärztliche Behandlungen, insbesondere solche zur Vermeidung einer Verschlechterung des Gesundheitszustands im Falle chronischer Zahnerkrankungen, durchgeführt werden. 

„Nachdem auch die ausreichende Ausstattung der Zahnarztpraxen mit der in der Corona-Krise unverzichtbaren persönlichen Schutzausrüstung mittlerweile sichergestellt ist, können wir die
Einschränkungen für zahnärztliche Behandlungen wieder aufheben“, so Gesundheitsminister Manne Lucha. 

Hintergrund: Am 9. April 2020 veröffentlichte die Landesregierung, dass bei der zahnärztlichen Versorgung von Patientinnen und Patienten nur noch akute Erkrankungen und Notfälle behandelt werden dürfen und alle anderen Behandlungen zu verschieben seien.

Die zahnärztlichen Körperschaften konnten in Gesprächen mit der Führung des Sozialministeriums über die Osterfeiertage erreichen, dass die Vorgaben der Corona-Verordnung für Zahnärzte vom 9. April, durch ministerielle Auslegungshinweise konkretisiert wurden. Danach konnten medizinisch notwendige zahnärztliche Behandlungen, insbesondere solche zur Vermeidung einer Verschlechterung des Gesundheitszustands im Falle chronischer Zahnerkrankungen, weiterhin durchgeführt werden. Dieses Ergebnis wäre weder konfliktär noch durch irgendein Rechtsmittel in so kurzer Zeit erreicht worden. „Unabhängig davon war es primär unser standespolitisches Ziel, eine Aufhebung von § 6a der Corona-Verordnung zu bewirken“, betont der Präsident der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg, Dr. Torsten Tomppert.

„Wir unterstrichen, dass die Zahnärztinnen und Zahnärzte in Baden-Württemberg zu den
systemrelevanten Gesundheitsberufen zählen. Gerade in Zahnarztpraxen werden schon immer strenge
Hygienevorschriften angewandt, die zu einem hohen Schutzniveau bei der zahnärztlichen Behandlung
beitragen, und zwar unabhängig von der derzeitigen Situation“, erklärt die Vorsitzende des
Vorstands der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, Dr. Ute Maier.

Diese Artikel könnte Sie auch interessieren:

© Schwäbische Post 30.04.2020 09:13
3216 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy