39-Jährigen zu Tode geprügelt

Wegen Mordes an einem 39-Jährigen müssen sich vier Jugendliche und junge Erwachsene derzeit vor dem Ulmer Landgericht verantworten. Den vier Angeklagten zwischen 16 und 24 Jahren wird vorgeworfen, im November 2019 ihr Opfer auf einer Freifläche in Göppingen-Ursenwang ausgeraubt und zu Tode geprügelt zu haben.

Laut Staatsanwaltschaft sollen die Angeklagten den 39-Jährigen fast eine halbe Stunde lang unter anderem mit einem Axtstiel, einer Glasflasche und Fußtritten malträtiert haben – auch als dieser schon wehrlos am Boden lag. An den schweren Kopfverletzung starb das Opfer noch in der Nacht. Erst am nächsten Morgen wurde die Leiche entdeckt.

Durch Erste Hilfe oder die Verständigung eines Notarztes hätte der Mann laut Staatsanwaltschaft noch gerettet werden können. „Hätten sie sich ernsthaft bemüht, wäre er gerettet und sein Tod verhindert worden. Dies war den Angeklagten bewusst“, sagte Oberstaatsanwalt Michael Bischofberger. Die Anklage lautet daher auf gemeinschaftlichen Mord in Tateinheit mit schwerem Raub, in zwei Fällen durch Unterlassen. sims
© Südwest Presse 30.06.2020 07:45
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