„Landshut“: Unterstützer machen mobil

Neue Initiative wirbt für Verbleib der 1977 von der GSG 9 gestürmten Maschine in Friedrichshafen.
Lange wurden sie vermisst, jetzt gibt es die Stimmen vor Ort, die sich für eine Ausstellung der „Landshut“ am Bodensee einsetzen: Kommunalpolitiker um Bodensee-Landrat Lothar Wölfle (CDU) und Norbert Zeller, Chef der SPD-Kreistagsfraktion, haben sich zu einem „unabhängigen Unterstützerkreis“ zusammengetan. Auch frühere „Landshut“-Geiseln wie Gabriele von Lutzau und Diana Müll, Pilot Jürgen Vietor, Ex-GSG-9-Angehörige und Hans-Jürgen Kirstein, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, sind dabei. Und David Dornier, Mitinitiator des „Landshut“-Projekts und bis Herbst Chef des Dornier-Museums in Friedrichshafen.

Die 1977 von Terroristen entführte und von der GSG 9 befreite Lufthansa-Maschine lagert seit 2017 in Friedrichshafen. Pläne, sie im Dornier-Museum zu zeigen, haben sich zerschlagen. Berlin oder St. Augustin kamen als Standorte ins Gespräch.

Ende November stellte dann aber der Bundestag auf Initiative des Biberacher Abgeordneten Martin Gerster (SPD) 15 Millionen Euro bereit. Der Unterstützerkreis begrüße den Entscheid für Friedrichshafen, heißt es in einer Erklärung. „Die Befreiung der ,Landshut' sei Symbol unserer wehrhaften Demokratie“, bei der Bundeszentrale für politische Bildung sei das Projekt für ein Demokratie-Museum in guten Händen. Das zuständige Kulturstaatsministerium hatte sich nach dem Platzen der Pläne mit dem Dornier-Museum gegen Friedrichshafen ausgesprochen. aw
© Südwest Presse 07.01.2021 07:45
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