So steht es um die Impfungen in Baden-Württemberg

Corona Gesundheitsminister Manne Lucha bittet die Bevölkerung beim Thema Impfen um Geduld.

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Stuttgart. Die Nachfrage nach dem Corona-Impfstoff ist momentan viel größer als das Angebot. Gesundheitsminister Manne Lucha bittet die Bevölkerung deshalb beim Thema Impfen um Geduld. „Mit der derzeit vom Bund zur Verfügung gestellten Menge an Impfstoff können wir täglich in Baden-Württemberg 6.500 Menschen impfen. Die Bundesregierung hat per Verordnung festgelegt, dass im ersten Schritt insbesondere über 80-Jährige sowie ärztliches und pflegerisches Personal geimpft werden dürfen. Allein diese Personengruppe macht bei uns im Land rund eine Million Menschen aus, die derzeit impfberechtigt sind“, teilt Lucha am Sonntag in Stuttgart mit.

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Lucha ist optimistisch, dass mit den neuen Zulassungen von Moderna und in Kürze wohl auch von Astrazeneca und Johnson & Johnson etwas Entspannung eintritt. Die Rechnung sei einfach: Je mehr Impfstoff wir zur Verfügung stehe, desto mehr Menschen erhalten Termine. Die Infrastruktur in Baden-Württemberg sei da, tausende Ärzte, medizinische Fachangestellte und Freiwillige stehen bereit.

"Die Impfung bleibt freiwillig", sagt Lucha und appelliert an die Bevölkerung, achtsam miteinander umzugehen und die strengen Corona-Regeln einzuhalten, bis genügend Impftermine zur Verfügung stehen. "Jeder Impfstoff, der hier in Baden-Württemberg ankommt, wird sofort vergeben", versichtert der Gesundheitsminister.

Nächste Lieferung vermutlich am 21. Januar

Baden-Württemberg hat Stand 9. Januar 268.125 Impfdosen geliefert bekommen (davon wurden zuletzt am 9. Januar 92.625 Impfdosen ausgeliefert). Die nächste Lieferung von Biontech wird die Impfzentren vermutlich am 21. Januar erreichen. Das Land hält 50 Prozent der Dosen zurück, um die 2. Impfung auch bei Lieferschwierigkeiten des Impfstoffherstellers garantieren zu können. Somit hat Baden-Württemberg seit Beginn der Impfungen faktisch 134.063 Impfdosen geliefert bekommen, die auch direkt verimpft werden können. Von diesen wurden bis einschließlich 8. Januar 55.320 verimpft. Somit standen am 9. Januar noch 78.743 Impfdosen zur Verfügung. Dieser Impfstoff sollte bis 21. Januar, also bis zur nächsten Lieferung reichen. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste das Land 6.057 Dosen pro Tag verimpfen. Derzeit werden ca. 6.200 Impfdosen am Tag verimpft.

© Schwäbische Post 10.01.2021 10:45
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