Doggen sind erlaubt

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Ein Hundebesitzer ging vor Gericht, weil sein Vermieter die Dogge nicht in der Wohnung erlauben wollte. Das Gericht gab dem Mieter nun Recht.

Vermieter können das Halten von großen Hunden nicht grundsätzlich untersagen.

Große Hunde sind nicht jedermanns Sache. Allerdings ist das lange kein Grund, die Haltung in einer Mietwohnung einfach zu verbieten. Denn dafür muss es triftige Gründe geben, wie ein Urteil des Amtsgerichts Paderborn zeigt (Az.: 51 C 112/19) über das die Zeitschrift "Das Grundeigentum" (Nr. 11/2020) des Eigentümerverbandes Haus & Grund Berlin berichtet.

In dem verhandelten Fall hatte eine Mieterin eine Deutsche Dogge gekauft. Schon zuvor hatte ein solches Tier jahrelang in der 118 Quadratmeter großen Wohnung gelebt. Die Mieterin verlangte nach dem Kauf des Tieres die Zustimmung ihres Vermieters. Der Hund sei zahm, gegen Gebäudebeschädigungen versichert, und es gebe keine Beschwerden der Mitbewohner. Die Vermieterin wollte die Zustimmung trotzdem nicht erteilen.

Vor Gericht hatte die Hundehalterin Erfolg: Die Vermieterin habe keinen triftigen Grund für die Ablehnung darlegen können. Es gebe tatsächlich keine Beschwerden über den Hund. Auch Beschädigungen seien nicht nachgewiesen. Auch ein Nachahmungseffekt, wie ihn die Vermieterin angeführt habe, sei nicht zu befürchten. Denn es müsse in jedem Einzelfall neu über die Erlaubnis entschieden werden.

Auf die Frage, ob die Dogge in der Wohnung überhaupt artgerecht gehalten werden kann, kommt es nach Ansicht des Gerichts für die rein mietrechtliche Erörterung nicht an. dpa

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