Kleine Geräte zum Leben retten

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Bis zum Jahreswechsel müssen in allen Wohnungen und Häusern in Deutschland Rauchwarnmelder installiert sein. Die kleinen Geräte retten unter Umständen Leben.

Rauchwarnmelder und CO-Melder senden bei Gefahr Alarm aus.

Es sind kleine, unauffällige Geräte, die keinen Platz wegnehmen, aber unter Umständen Leben retten können: Rauchwarnmelder. In den meisten Wohnungen und Häusern in Deutschland hängen sie bereits an der Decke, teilweise schon seit knapp zehn Jahren.

In Berlin und Brandenburg ist das noch keine Pflicht, doch auch dort endet bald die Frist: Vom 1. Januar 2021 an müssen in diesen beiden Bundesländern ebenfalls Rauchwarnmelder in allen Wohnräumen installiert sein. Bisher galt für Bestandsbauten noch eine Übergangsfrist. Das erklärt das Forum Brandrauchprävention in Berlin.Ab dem neuen Jahr bildet dann nur noch Sachsen eine Ausnahme: Hier müssen zwar in allen Neu- und Umbauten Rauchwarnmelder hängen, nicht aber im Bestand. In anderen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein, ist es aber schon seit zehn Jahren Pflicht in Wohnräumen Rauchwarnmelder hängen zu haben. Genauer gesagt: Im Schlafzimmer, Kinderzimmer und in Fluren, die als Rettungswege gelten, müssen Geräte installiert sein. In manchen Bundesländern kommen noch die Wohnzimmer hinzu.

Rauchwarnmelder nach zehn Jahren auswechseln

Allerdings haben Rauchwarnmelder eine Lebenserwartung von zehn Jahren. In den Bundesländern, wo es vor zehn Jahren Pflicht wurde die Geräte zu installieren, müssen nun neue her. Für die Wartung der Rauchwarnmelder ist je nach Bundesland entweder der Mieter oder der Eigentümer in der Pflicht. Für den Austausch sind aber generell die Wohnungseigentümer verantwortlich. Das teilt die Initiative Elektro+ mit.

Die Experten raten dazu, beim Kauf eines Rauchwarnmelders auf Qualität und Gütesiegel zu achten. Auf der sicheren Seite steht man demnach mit dem »Q«-Siegel. Das ist ein Qualitätssiegel des Forums Brandrauchprävention. Es steht für Sicherheit, Langlebigkeit und Qualität des Geräts.

Kohlenmonoxid-Melder

Ebenfalls Leben retten kann ein CO-Melder. Ist eine Heizung oder ein Kamin defekt, kann er Kohlenmonoxid (CO) ausstoßen – ein tödliches und geruchloses Gas. Davor warnen CO-Melder, die ähnlich funktionieren wie übliche Rauchmelder. Sie lösen bei erhöhter CO-Konzentration in der Luft Alarm aus.

Die Prüforganisation Dekra rät insbesondere in Wohnungen mit Kaminöfen sowie Öl- oder Gasheizungen zur Installation der CO-Warnmelder - und dort mindestens in Schlafräumen und in den Fluren davor.

Vergiftungen durch Kohlenmonoxid sind aber auch möglich, wenn man gasbetriebene Heizpilze oder Gasgrills in geschlossenen Räumen verwendet. Auch auf einem nur halb geschlossenen Balkon kann das zum Problem werden: Das Gas kann hier ebenfalls nicht ausreichend entweichen.

Kohlenmonoxid ist besonders tückisch, da man das Gas nicht sehen, riechen oder schmecken kann. Erste Symptome einer Vergiftung sind laut Bundesamt für Risikobewertung (BfR) Übelkeit, Schwindel oder Kopfschmerzen. Später könnten Herzrasen, Bewusstseinsstörungen und Muskelschwäche hinzukommen. Vergiftungen könnten zum Erstickungstod führen. Kohlenmonoxid bindet sich stark an den Sauerstofftransporter Hämoglobin im Blut und vermindert somit die Sauerstoffversorgung im Körper drastisch. dpa

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