Licht ins Dunkel bringen

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Will man während eines Stromausfalls nicht im Dunkeln sitzen, sollte man daheim immer einen Grundvorrat an Kerzen und Batterien für Taschenlampen haben.

Wie man sich in der Wohnung auf einen Stromausfall vorbereitet.

Es ist ein beliebtes Szenario in vielen Katastrophenfilmen: Ein großflächiger Stromausfall legt das öffentliche Leben tagelang still, nichts geht mehr. Solche gravierenden Krisen wie aus Hollywood haben mit der Realität in Deutschland aber zum Glück wenig zu tun.

Das versichert Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Berlin. "Statistisch gesehen ist bei uns jeder Stromkunde jährlich nur 14 Minuten vom Stromnetz getrennt." Bei einem Jahresverbrauch von über 556 Milliarden Kilowattstunden Strom zählt Deutschland damit weltweit zu den Spitzenreitern in Sachen Netzzuverlässigkeit.

Ganz auszuschließen sind Stromausfälle dennoch nie, räumt Sebastian Winter ein, Abteilungsleiter Energienetze beim BDEW: "So kann es in Regionen mit vielen Überlandleitungen immer mal zu vereinzelten Störungen durch Witterungseinflüsse kommen." Auch werden öfter Stromkabel bei Erdarbeiten beschädigt oder kurzzeitige Netzüberlastungen verursachen Ausfälle. Experten raten bei einem Stromausfall vor allem: Ruhe bewahren!

Zunächst sollte bei einem Stromausfall geklärt werden, ob nur der eigene Haushalt betroffen ist oder ob der ganze Straßenzug und das gesamte Viertel vom Stromnetz getrennt sind. "Man sollte unbedingt Taschenlampen, Kerzen und Feuerzeuge in der Wohnung haben, ebenso ein batteriebetriebenes Radio und genügend Ersatzbatterien. Und man sollte diese Dinge so lagern, dass sie im Ernstfall auch im Dunkeln griffbereit sind", empfiehlt Julia Höller vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn.

Auch ein Smartphone, ein Laptop und eine aufgeladene Powerbank sind hilfreich – nicht zuletzt, um den Stromanbieter über die Netzstörung zu informieren. Dessen Hotline und andere wichtige Notfallnummern sollte man gespeichert haben. "Vor allen Dingen ist es wichtig, in so einer Situation informiert zu bleiben", betont Höller.

Die Inhalte von Kühlschränken und Gefriertruhen scheinen besonders anfällig für die Folgen eines sogenannten Blackouts zu sein. Bei modernen Geräten müssen die Auswirkungen eines Netzausfalls kurzfristig aber keine größeren Schäden verursachen, beruhigt Ellen Großhans vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL): "Je nach Energie-Effizienzklasse verfügen Kühl- und Gefriergeräte über eine eingebaute Kältedämmung, die beim Ausfall der Energieversorgung den Temperaturanstieg im Inneren spürbar verlangsamt." Wenn dann Türen und Deckel möglichst geschlossen bleiben, überstehen selbst empfindliche Lebensmittel mehrere Stunden ohne Strom unbeschadet. dpa

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