Beruflich alles auf Anfang

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Umschulungen können teilweise von zu Hause aus onlineabsolviert werden, ein großer Vorteil gerade angesichts der Corona-Pandemie.

Auch in Corona-Zeiten kann es lohnen, den Neuanfang zu wagen.

Die Gründe für eine notwendige Neuorientierung im Berufsleben können vielfältig sein. Als Auslöser kommen gesundheitliche Probleme, eine lange Auszeit, das Verschwinden von Berufsfeldern, eine veränderte Familiensituation oder ganz aktuell der Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund der Corona-Pandemie infrage. Oft heißt es dann: alles auf Anfang.

Bei einem Neustart sollte man planmäßig vorgehen – die richtige Umschulung kann optimalerweise den Weg zum Traumberuf ebnen. Bei der Suche nach dem Träger einer Maßnahme sollte man vor allem darauf achten, dass die Kurse den aktuellen Anforderungen des Arbeitsmarktes entsprechen und dass regelmäßig ein Update der Inhalte erfolgt.

Notwendige Qualifikation für den Traumberuf nachholen

In manche Berufe können Interessierte nur wechseln, wenn vorher mit einer bestimmten Ausbildung oder einem bestimmten Studium die notwendige Qualifikation dafür erworben worden ist. Viele anerkannte Berufsabschlüsse, die für den Zugang zu diesen Berufen gefordert werden, können aber nicht nur im Rahmen einer Erstausbildung, sondern auch mit einer späteren Weiterbildung erworben werden. In anderen Berufen wird dagegen keine bestimmte Ausbildung vorausgesetzt und ein Quereinstieg lässt sich unabhängig von der vorhandenen beruflichen Qualifikation realisieren. Ein Vorteil ist es dann, wenn die Interessenten Tätigkeiten, die die neue Stelle umfasst, schon in ihrem aktuellen Beruf ausgeübt haben.

Umschulungskurse werden bis zu 100 Prozent gefördert

Anbieter wie das Institut für Berufliche Bildung (IBB) etwa bietet bundesweit zahlreiche Umschulungsmöglichkeiten für Arbeitssuchende an. Sie betreffen den kaufmännischen und gewerblich-technischen Bereich, aber auch Medien- und andere Dienstleistungsberufe. Die jeweils zweijährigen, zertifizierten Maßnahmen ermöglichen den Erwerb eines IHK-Abschlusses.

Es gibt für zahlreiche Angebote die Möglichkeit, eine Umschulung von zu Hause aus zu absolvieren – sofern der Kostenträger und die zuständige regionale Kammer zustimmen.

Kosten für Kinderbetreuung können übernommen werden

Derartige Umschulungsmöglichkeiten können über einen sogenannten Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder eines anderen Kostenträgers bis zu 100 Prozent gefördert werden. Die Arbeitsagentur oder das Jobcenter übernimmt durch einen Bildungsgutschein zum Beispiel die Kosten für Lehrgänge und anfallende Prüfungsgebühren. Auch die Ausgaben für Bücher und Fahrtkosten oder eine Kinderbetreuung können übernommen werden. Finden die Kurse an einem anderen Ort statt, können Berechtigte durch einen entsprechenden Bildungsgutschein auch die Aufwendungen für Unterkunft und Verpflegung erstattet bekommen.

Man kann aber einen Bildungsgutschein nur nach einer persönlichen Beratung erhalten. Dazu muss ein Termin mit der zuständigen Agentur für Arbeit beziehungsweise dem Jobcenter vereinbart werden. Der Ansprechpartner der Agentur für Arbeit prüft dann gemeinsam mit dem Interessenten, ob die Voraussetzungen für einen Bildungsgutschein erfüllt sind und welche Förderungen bei einer Weiterbildung oder Umschulung am besten unterstützen.

Förderungen durch den Staat durch Erfolgsprämien

Wer eine Umschulung beginnt, kann unter bestimmten Voraussetzungen zudem mit üppigen Erfolgsprämien rechnen. Laut dem "Weiterbildungsstärkungsgesetz" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales erhalten Teilnehmer einer abschlussbezogenen Weiterbildung 1.000 Euro für eine erfolgreich vor einer Kammer abgelegte Zwischenprüfung und 1.500 Euro bei Bestehen der Abschlussprüfung. djd/Agentur für Arbeit

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