Ein sicherer Beruf mit Zukunft

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Auszubildende werden dringend gesucht. Auch in der Pandemie sind die Auftragsbücher vieler Handwerksbetriebe gut gefüllt.

Die Woche der Ausbildung im Handwerk findet erstmals statt und zeigt einige der spannenden über 130 Handwerksberufe und die Menschen, die sie ausüben. Trotz Pandemie-Krise bleibt für das Handwerk die Suche nach Auszubildenden eins der größten Themen.

Schwäbisch Gmünd. Für die jüngeren Generationen sind Glück und Erfüllung im Beruf wichtig. Doch ein Studium passt nicht zu jedem. Viele junge Menschen finden ihr Glück in einer handwerklichen Ausbildung. Die Kreishandwerkerschaft Ostalb stellt sich dieser Hauptherausforderung und bietet Jugendlichen beste Aussichten auf eine Lehrstelle im Handwerk.

„Derzeit ist es natürlich schwierig, dass Handwerksbetriebe und Ausbildungswillige zusammenfinden können, aber wo ein Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg“, sagt Geschäftsführer Edgar Horn der Kreishandwerkerschaft Ostalb, „die Chancen auf einen Ausbildungsvertrag im Handwerk sind jedenfalls vorhanden, auch wenn es zurzeit aufwendiger ist Informationen zu den Ausbildungsberufen zu erhalten“, fügt er hinzu. „Die Betriebe wollen ausbilden“, so Horn.

Neue Webseite

Mit der Webseite „handwerk-ostalb-azubi.de“ hat die Kreishandwerkerschaft Ostalb, zusammen mit den Innungen, ein Tool geschaffen, das bei der Ausbildungsplatzsuche eine wertvolle Hilfe sein kann. Neben der Vorstellung der Handwerksberufe bietet die Webseite eine Suchfunktion, über die sich die Betriebe finden lassen, die im Ostalbkreis ausbilden. „Jeder Betrieb, der ausbildet steht auch für Praktika zu Verfügung und die Webseite `handwerk-ostalb-azubi.de` listet mehrere hundert Ausbildungsbetriebe auf`“, so Horn.

Es gibt viele Gründe sich für das Handwerk zu entscheiden. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung im Handwerk ist man bei den Arbeitgebern sehr gefragt und man hat gute Chancen einen Job zu bekommen Die Ausbildung ist vielseitig und interessant. Im Handwerk ist jeder Tag anders, Monotonie und Langeweile gibt es im Handwerk nicht. Nach der Ausbildung ist karrieremäßig lange noch nicht Schluss. Die Weiterbildung zum Meister und die mögliche Selbstständigkeit sind nur einige der Möglichkeiten, die das Handwerk bietet.

Chancen einen Ausbildungsplatz zu erhalten, gibt es in fast allen Handwerksberufen. Im Nahrungsmittelhandwerk und in manchen Bauberufen sind die Aussichten besonders gut. Wer sich nicht sicher ist, ob das Handwerk zu ihm passt, macht am besten ein Praktikum in einem der vielen Handwerksbetriebe des Ostalbkreises. Das ist auch in Corona-Zeiten möglich.

Handwerk macht stolz

Die gesellschaftliche Haltung sieht vielfach noch ein Studium als Nonplusultra für Abiturienten an. Dabei passt manchmal ein anderer Beruf besser zu den Fähigkeiten der jungen Menschen. Und ein Handwerksberuf macht stolz: Laut der Studie „Handwerksstolz“ der Universität Göttingen sehen 84 % der befragten Handwerker mit Abitur und Fachabitur in ihrem Beruf ihre Berufung. Damit toppen sie die ohnehin hohen Werte aller in der Studie befragten Handwerkerinnen und Handwerker von 81 %. Besonders geschätzt wird von den Abiturienten, dass ihnen ihr Beruf neue Herausforderungen bietet (92 % der Befragten) sowie anregend und inspirierend ist (91 % der Befragten). Das eigene Handwerk nimmt auch Einfluss auf die eigene Person: knapp 90 % der Handwerker empfinden ihren Beruf als einen bedeutenden Teil ihrer Persönlichkeit. Tatsächlich scheinen immer mehr Abiturienten zu erkennen, welche beruflichen und persönlichen Chancen im Handwerk stecken. Zwischen Ostalb und Bodensee, dem Gebiet der Handwerkskammer Ulm, haben 2020 genau 14,7 % der neuen Auszubildenden im Handwerk Abitur.

Neben modernen Ausbildungsberufen im Handwerk spielen dabei Optionen zur Ausbildungszeitverkürzung sowie duale oder triale Studienangebote, die handwerkliche Ausbildung, Meisterbrief und Hochschulabschluss verbinden, eine wichtige Rolle. Für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler gibt es mit dem BerufsAbitur die Möglichkeit, Abitur und Berufsausbildung parallel zu erwerben.

Digitaler Kontakt in die Betriebe

Wie kommen interessierte Bewerber und Betriebe in Pandemiezeiten zusammen? Durch Corona sind Betriebspraktika oder Ausbildungsmessen derzeit gar nicht so einfach. Es ist nicht leicht, die Betriebe des Handwerks mit den Ausbildungswilligen zu `matchen`. Die Gefahr sei groß, sagen Arbeitsmarktexperten, dass dabei beide Seiten verlieren. Die einen bekommenen keinen Nachwuchs, die anderen finden keine Ausbildungsstelle .

Die Lösung ist digital: Wer eine Ausbildung im Handwerk beginnen möchte, kann sich online im Lehrstellenradar der Handwerkskammer Ulm über freie Ausbildungsplätze in seiner Nähe informieren (www.lehrstellen-radar.de). Zudem können gerne Eigeninitiative ergreifen und unkompliziert und direkt auf die Ausbildungsbetriebe zugehen und nachfragen. Vorher im Internet zu recherchieren, welcher Beruf einen interessieren könnte, hilft ebenfalls weiter: www.handwerk.de HWK Ulm

Auf der Webseite handwerk-ostalb-azubi.de gibt es Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche.

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