Neue Programme

  • Weitere
    schließen

Experte: Neue Arbeitstools der Belegschaft gut begründen

Eine neue Chatsoftware oder ein „revolutionäres Planungstool“: In Zeiten von Homeoffice und der Notwendigkeit zum vernetzten digitalen Arbeiten führen Firmen gerne neue Programme ein, die sie mit blumigen Worten in der Belegschaft vorstellen. Allerdings sollten Führungskräfte dabei stets gut erklären, warum sie eine neue Software einführen und mit eigenem Beispiel vorangehen, rät der Weiterbildungsexperte Joachim Böge.

„Wird zum Beispiel eine Chat-Software eingeführt, die Führungskraft schreibt aber weiterhin ständig E-Mails, wird keiner verstehen, warum er oder sie das jetzt nutzen soll“, sagt Böge, der Trainer beim Weiterbildungsanbieter GFN ist. Aus seiner Sicht hängt der Erfolg der Einführung neuer Digitalwerkzeuge zu 80 Prozent davon ab, die Beschäftigten abzuholen und ihnen gut zu begründen, warum ein Tool genutzt werden soll. Zu 20 Prozent entschieden dann ein virtuelles oder ein Präsenz-Training oder Workshops in einzelnen Abteilungen.

Es sei sinnvoll, wenn es im Unternehmen oder im Team sogenannte Champions oder Key-User gebe, sagt Weiterbildungsexperte Joachim Böge. Diese bekommen frühzeitig Wissen, etwa zu einer neuen Software, und geben es in regelmäßigen Sprechstunden, in einfachen Lernvideos oder auch mal in Workshops an andere weiter. „Ein Champion zu sein, das muss man auch mal betonen, ist dabei keine Frage des Alters. Das sind nicht immer automatisch die jüngeren Beschäftigten, die haben oft auch keine Ahnung.“ dpa

Zurück zur Übersicht: Beruf & Ausbildung

WEITERE ARTIKEL