Ein Parcours für die Sicherheit

  • Weitere
    schließen
+
Der neue Böbinger Bike-Park aus der Luft betrachtet. Ab kommenden Samstag dürfen ihn die Sportler unter die Räder nehmen.

Nachdem die alte Anlage aus Sicherheitsmängeln vor gut eineinhalb Jahren geschlossen werden musste, ist in Böbingen ein neuer Bike-Park entstanden. Am Samstag, 19. Juni, um 14 Uhr, wird die Anlage offiziell eröffnet.

Böbingen. Volker Prölß hatte als zweiter Vorsitzender der Radsportabteilung des TSV Böbingen gemeinsam mit dem Leiter der Radsportjugend, Martin Brasda die Suche nach einer Fachfirma gestartet. Und man wurde in Franken fündig. So machten sich die beiden Spezialisten Jan Sponseil und Simon Reitberger aus Nürnberg auf den Weg nach Böbingen. Das Gelände wurde begutachtet, die Planung konnte starten. Am Ende wurde mit viel Fachwissen 1700 Kubikmeter modelliert und dafür gesorgt, dass im neuen Böbinger Bike-Park Anfänger wie Könner die passende Strecke vorfinden.

Positives Signal für den Radsport

Der Standort entlang der Trasse des Remstalwegs bot sich an, gab es dort doch bereits den ersten Bike-Park der Radsportler. Allerdings, so beschreibt Bürgermeister Jürgen Stempfle mit Bedauern, musste dieser aufgrund von Sicherheitsmängeln letztlich vor gut eineinhalb Jahren geschlossen werden. Zuvor hatte man diesen vor vielen Jahren im Ehrenamt erstellt. „Es war aufgrund der gesetzlichen Sicherheitsvorgaben einfach klar, dass professionelle Hilfe gebraucht wird“, begründet Martin Brasda die letztliche Beauftragung der Nürnberger Firma.

Dankbar richten die beiden Radsportler des TSV Böbingen hierbei den Blick auf den Bürgermeister. „Er hat sich für uns stark gemacht und den Gemeinderat überzeugen können“, so Brasda.

Bürgermeister Stempfle wiederum betont, dass es sowohl dem Gremium als auch der Verwaltung wichtig war, ein positives Signal in Richtung der Radsportler mit der starken Jugendarbeit zu geben.

Drei unterschiedliche Strecken

Was der Bike-Park alles bietet? Drei unterschiedliche Strecken mit mehreren Schwierigkeitsgraden. Möglich wurde dieses Angebot durch eine umfassende Geländemodellage und professionelle Planung. „800 Kubikmeter Erde waren Bestand, 900 Kubikmeter wurden noch angefahren“, berichtet Jan Sponseil. Integriert sind diverse Lärchenholzelemente zum Überfahren, die quasi mittels Fundamente und Eisen-Untergrundkonstruktion witterungsunabhängig über dem Boden „schweben“. Zudem finden sich auf den Strecken Spitzkehren, Wurzeln, Treppen und Sprunghügel. Kurzum, alles, was man für ein fundiertes Sicherheitstraining auf dem Fahrrad benötigt.

Wichtig ist den Radsportlern, dass die generationenübergreifende Bike-Anlage tatsächlich für jedes Alter etwas zu bieten hat. „Wir wollen auch Sicherheitstraining für E-Biker anbieten“, sagt Martin Brasda. Überhaupt soll die Anlage für die unterschiedlichsten Übungen zur Verfügung stehen. Vom Rad-Neuling über den Freizeitsportler bis hin zum Profi, der bei Weltcups antritt. Denn auch solche Mitglieder haben die Böbinger Radsportler.

Eröffnung in einer Woche

Noch wird am letzten Schliff für die Anlage gearbeitet - sehr zum Bedauern vieler Radsportler ist der Bike-Park noch nicht freigegeben. Doch am kommenden Samstag, 19. Juni, hat das Warten ein Ende. Ab 14 Uhr steigt die feierliche Eröffnung. jan

Der neu angelegte Bike-Park wird in seiner Gestaltung sowohl Anfängern als auch Profis gerecht.

Zurück zur Übersicht: Freizeit & Reisen

WEITERE ARTIKEL