Malware auf dem Handy vermeiden

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Apps auf dem Smartphone können Schadsoftware enthalten.

Immer noch gibt es in den Stores einige Apps, die dazu gemacht sind, die Nutzer auszuspionieren.

Taschenlampen-Apps waren so etwas wie der Prototyp einer potenziell gefährlichen Anwendung. Weil sie eigentlich jeder braucht, die Smartphone-Hersteller aber zunächst nicht daran gedacht hatten, fluteten Cyberkriminelle die App Stores damit. Zwar erfüllten die meisten von ihnen ihren überaus simplen Zweck. Viele hatten aber eben auch Schadsoftware im Gepäck. Inzwischen gibt es andere Apps mit Malware.

Heute muss kaum noch jemand eine Taschenlampen-App installieren. Es wird inzwischen sogar schwieriger sein, ein Smartphone zu finden, das diese Funktion nicht vom Hersteller in die Wiege gelegt bekommen hat. Bei Androiden streicht man oben über den Bildschirmrand herunter, öffnet damit die sogenannte Statusleiste und hat dann meist direkt einen Taschenlampen-Button vor sich. Bei iPhones verhält es sich ebenso, nur dass dort der Bereich Kontrollzentrum heißt.

Vorsicht beim Installieren

Aber es könnte so etwas wie einen Nachfolger der gefährlichen Taschenlampen-Apps geben, nämlich gefährliche Scanner-Apps für Barcodes und die verbreiteten QR-Codes, die mit Malware huckepack in den App Stores auftauchen. Hier ist aber weniger das Problem, dass die Hersteller bei ihren Smartphones nicht an eine Scannerfunktion gedacht hätten. Vielmehr denken viele Nutzerinnen und Nutzer nicht daran, auf ihrem Gerät danach zu suchen, sondern sie stürmen direkt den App Store. Dabei ist der erste Ort zum Suchen, an dem man bei sehr vielen Android-Smartphones erfolgreich sein wird, die Kamera: Kamera-App öffnen, den Code ins Visier nehmen und bei vielen Android-Smartphones (ab Android 9.0) und bei allen iPhones kommt direkt eine Mitteilung, dass ein QR-Code erkannt worden ist.

Wer dennoch eine zusätzliche App installieren möchte, sollte den Apps nur diese Funktionen zuzubilligen, die für die Ausführung der App wirklich benötigt werden. Wenn etwa eine Taschenlampen-App Zugriff auf die gesamte Fotosammlung verlangt, sollten die Alarmglocken schrillen und gegebenenfalls nach einer Alternative gesucht werden.

Und in fast allen anderen Fällen findet sich auf dem Android-Smartphone eine einfache Scanner-App des Herstellers oder eine mächtige, scannerfähige Bilderkennungs-App wie Google Lens oder Bixby Vision von Samsung. Oder aber man greift auf die Scanner-Funktion innerhalb einer anderen App – etwa im Firefox-Browser beim Öffnen eines neuen Tabs – zurück. dpa

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