Der Planet, Intelligenz und Kompromisse

Trotz hoher Preise große Nachfrage nach Häusern und Wohnungen

Schwäbisch Gmünd. Der Traum vom eigenen Haus, er ist Realität. Die Stadt Gmünd könnte jeden neuen Bauplatz ein paarmal verkaufen – obwohl Bauen seit Jahren teurer und teurer wird. Wähler stimmen mit Kreuzchen ab, Innenstadt-Besucher mit den Füßen, Immobilienkäufer mit Kaufverträgen.
Auch das ist real: Wir Menschen verbrauchen mehr Ressourcen als der Planet hergibt. Baugrund ist endlich. Das Wort Flächenverbrauch hat Konjunktur. Die Gmünder Stadtverwaltung musste es sich mehrfach um die Ohren hauen lassen, im Gemeinderat in den vergangenen Monaten.
Es scheint die sprichwörtliche Quadratur des Kreises, beiden Realitäten gerecht werden zu wollen. Aber es gibt keinen Ausweg, als es zu versuchen. Kompromisse werden nötig sein, intelligente Lösungen gefragt: Aufstockung bestehender Gebäude, Bebauung von Flächen innerorts anstatt grüne Wiese. Gmünder Projekte wie auf dem Brücke-Areal oder in das TSB-Gelände im Buch sind ein guter Weg. Bauträger sind gefordert, Ideen zu entwickeln für verdichtetes Bauen, das trotzdem Individualität und Lebensqualität bietet. Vielleicht kann ein klug geplantes Reihenhaus so glücklich machen wie das klassische Einfamilienhaus.
Bürger werden sich nicht jeden Wunsch erfüllen können. Geschosswohnungsbau wird zunehmen, Grundstücke werden kleiner werden. Gebote zur Begrünung, Solarpflicht, Nahwärmenetze werden Geld kosten. Eigentum verpflichtet, sagt das Grundgesetz - auch gegenüber den Lebensgrundlagen nachfolgender Generationen. Bernd Müller

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