Energiewende selbst in die Hand nehmen

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Pelletöfen nehmen mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent eine Spitzenposition bei effizienter Heiztechnik ein.

Die Ziele sind anspruchsvoll: Die Europäische Union (EU) entschied Ende des vergangenen Jahres, erstmals Vorgaben zur angestrebten Treibhausgasneutralität bis 2050 gesetzlich festzuschreiben.

Nach den Plänen der EU sollen die Treibhausgasemissionen der bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 sinken. Ein gewaltiger Kraftakt für einen besseren Klimaschutz und die damit verbundene Energiewende. Im Jahr 2014 hatte EU noch mit einer geringeren Treibhausgasemission von 40 Prozent bis 2030 geplant – erreicht wurden bis zum vergangenen Jahr allerdings nur rund 25 Prozent.

Alte Heizungen belasten die Umwelt

Voraussichtlich erst im kommenden Sommer wird festgelegt, mit welchen Maßnahmen das neue EU-Klimagesetz umgesetzt werden soll. Schon jetzt aber kann jeder einzelne die Energiewende ein Stück weit selbst in die Hand nehmen – im Blickpunkt stehen dabei besonders Gebäude: Sie verursachen rund 40 Prozent des Energieverbrauchs innerhalb der EU, speziell durch Heizungen und Warmwasserboiler. Damit tragen sie am stärksten zu den Emissionen und zum Klimawandel in Europa bei. Ganz wesentlich liegt dies am Zustand der Heizungen: Nach Einschätzungen von Experten gelten sie nach 15 bis 20 Jahren als technisch veraltet.

Klimafreundliches Holz

Das Wärmewendepotenzial in Deutschland ist groß – und wer zum Beispiel mit eine modernen Holzfeuerstätte die Eigeninitiative ergreift, kann gleich mehrere Pluspunkte verbuchen: Holz ist ein sehr klimafreundlicher Energieträger, weil es bei seiner Verbrennung nur so viel Kohlendioxid freisetzt, wie während des Wachstums aus der Umwelt aufgenommen wurde. Holz ist zudem ein günstiger, nachwachsender und zukunftssicherer Rohstoff.

Von qualifizierten Ofen- und Luftheizungsbauern geplante und installierte Kachelöfen, Heizkamine, Kaminöfen oder Grundöfen mit innovativer Technik reduzieren Betriebskosten und können so einen wertvoller Beitrag zum Klimaschutz leisten. Holzfeuerstätten können auch mit anderen, herkömmlichen und regenerativen, Energiesystemen kombiniert oder als Hybridheizung zum Beispiel mit einer Solarthermie-Anlage vernetzt werden – damit lässt sich ein noch höherer Wärmeeffekt erzielen. AdK

Tipps der Energie- und Klimaschutzberatung

Thermostate erhöhen den Wohnkomfort und helfen dabei, Energie einzusparen, daher sollte deren Funktion regelmäßig durch einen Fachbetrieb geprüft werden. Das Thermostatventil misst über einen Temperaturfühler laufend die Raumlufttemperatur und regelt danach den Heizwasserdurchfluss des Heizkörpers so, dass die gewünschte Zimmertemperatur konstant bleibt. Stufe 3 entspricht im Regelfall 20 Grad Celsius. Möchte man nur jene Räume heizen, die zu bestimmten Zeiten genutzt werden, ist dies mit modernen Reglern mit Zeitprogramm (programmierbarer Thermostat) möglich.

EKO, die Energie und Klimaschutzberatung des Ostalbkreises, bietet auch in Pandemiezeiten telefonisch eine kostenlose und unabhängige energetische Erstberatung an. Hierfür stehen die Energieberater zur Verfügung. Um telefonische Terminvereinbarung wird gebeten unter Telefon 07173/185516.

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