Gänsebraten und Sankt Martin

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Ein leckerer, saftiger Gänsebraten ist ein unübertrefflicher Genuss an kalten Herbsttagen.

Für Feinschmecker hat der Herbst viel zu bieten. Woher die Tradition der Martinsgans stammt.

Warme Eintöpfe, herzhafte Suppen und knusprige Braten - zur Herbstzeit kann wieder richtig lecker geschlemmt werden. Vor allem Wild ist in der kalten Jahreszeit sehr beliebt. Traditionell wird in gut bürgerlichen Restaurants rund um St. Martin am 11. November ein leckerer Gänsebraten serviert. Ob mit frischen Knödeln oder saftigem Rotkraut, die Martinsgans gehört zu St. Martin einfach dazu.

Doch woher kommt diese Tradition? Dass St. Martin seinen Mantel für einen Bettler geteilt hat, wissen viele. Aber was hat er mit einer Gans zu tun und wo kommt die Tradition der Martinsgans her? Die Martinsgans ist – zusammen mit den oft großen Laternenumzügen der Kinder – eine alte Tradition am Martinstag. Warum es gerade eine Gans ist, die zu St. Martin so beliebt ist, dazu folgende Legende: Als der äußerst bescheiden und zurückhaltend geltende Martin von den Bürgern von Tours zum dritten Bischof ihrer Stadt gewählt wurde – was gegen den Willen des konservativen Klerus gewesen sein soll – habe er sich in einem Gänsestall versteckt, um der Wahl zu entgehen. Doch die Gänse haben ihn durch lautes Geschnatter verraten und so fanden ihn die Bürgerinnen und Bürger im Gänsestall. Seitdem müssen die Gänse dafür büßen ...

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Brauch der Martinsgans, auf dem Martinstag als Hauptzinstag basiert: Am Martinstag begann das neue Wirtschaftsjahr des Bauern, an das Gesinde wurden die Löhne bezahlt, Pachtverträge wurden geschlossen, Steuern abgeführt.

Zu Martini wurde das Vieh geschlachtet, das wegen knapper Vorräte nicht den Winter hindurch gefüttert werden konnte – und dazu gehörten unter anderem die Gänse. So ergab sich der Brauch, am Martinstag, vor dem großen Fasten im Advent, einen Gänsebraten zu essen.

Früher begann die Adventszeit am 12. November mit einer sechswöchigen Fastenzeit.

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