Gute Beratung zahlt sich aus

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Profis helfen bei der Frage, wie das Homeoffice in der Steuererklärung geltend gemacht werden kann.
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Die Einhaltung der Abgabefrist für die Steuererklärung ist eine Sache, den optimalen Weg durch die Gesetzte zu finden eine andere. Professionelle Hilfe erspart nicht nur viel Ärger.

Eine Steuererklärung kann noch so sorgfältig ausgearbeitet sein, wenn die Fristen nicht eingehalten werden, hat man ein Problem. Bei Steuererklärungen, die durch nicht steuerlich beratene Steuerpflichtige erstellt werden, muss die Erklärung für das Kalenderjahr 2021 bis 31.07.2022 abgegeben werden. Steuererklärungen, die durch Steuerberater, Lohnsteuerhilfevereine oder andere zur Beratung befugte Person erstellt werden, haben längere Abgabefristen. Erklärung für das Kalenderjahr 2020 bis 31.05.2022 und Erklärung für das Kalenderjahr 2021 bis 28.02.2023.

Mit Profis Geld vom Staat zurück

Doch nicht nur wem jetzt die Zeit davonläuft sollte sich für die anstehende Steuererklärung an Profis wenden. Im Dschungel der Gesetze sind die Wege oft verschlungen und mit einem kompetenten Partner an der Seite lässt sich manchmal erstaunlich viel Geld vom Finanzamt zurückfordern. Die Investition in eine gute Beratung kann sich auch für einen „normalen“ Arbeitnehmer mehr als lohnen.

Derzeit ein heißes Thema für die Steuererklärung ist das Homeoffice. Denn viele Beschäftigte arbeiten wegen der Corona-Pandemie noch oder wieder zu Hause. Die gute Nachricht: Die steuerliche Regelung zur Homeofficepauschale soll nach dem Willen der Bundesregierung auch für das Jahr 2022 gelten. „Nach dieser Regelung dürfen für jeden Arbeitstag, an dem die berufliche oder betriebliche Tätigkeit ausschließlich von zu Hause aus erfolgt ist, 5 Euro als Werbungskosten in der Steuererklärung angesetzt werden“, erklärt Jana Bauer vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine in Berlin. „Maximal jedoch 600 Euro pro Jahr.“

Im Zweifel müssen Beschäftigte belegen können, wann sie zu Hause gearbeitet haben. „Es ist empfehlenswert, sich für das Jahr 2022 entsprechende Notizen im Kalender zu machen, an welchen Tagen ausschließlich von zu Hause aus gearbeitet wurde“, rät Jana Bauer.

Und die Homeoffice-Pauschale gilt nicht nur für Arbeitnehmer, sondern auch für Vermieter, wie Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler erklärt. Bedingung ist: An den angesetzten Tagen wird die betriebliche oder berufliche Tätigkeit ausschließlich in der häuslichen Wohnung ausgeübt und keine außerhalb gelegene Betätigungsstätte aufgesucht. Das betrifft zum Beispiel einen Arbeitnehmer, der in der Woche im Büro seines Arbeitgebers arbeitet und sich am Samstag um die Hausverwaltung für seine Vermietungsobjekte kümmert.

Es gibt also allein beim aktuellen Thema Homeoffice genügend Punkte, bei denen es sich Hilfe und Beratung von Profis auszahlen kann. wom /dpa

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