Heimische Produktion ist besser

+
Wolfgang Fischer
  • schließen

Wolfgang Fischer über den Ausstieg der Stadtwerke aus dem Windpark Länge

Der Gmünder Gemeinderat hat Ja gesagt: Die Stadtwerke können ihre Anteile am geplanten Windpark Länge bei Donaueschingen verkaufen. Stadtwerke-Chef Peter Ernst möchte das Geld, das er dabei rausbekommt, lieber in Energieproduktion im Remstal stecken. Das macht Sinn: Anteile an alternativer Energiegewinnung weit weg mögen der Öko-Bilanz der Stadtwerke zuträglich sein. Die Erzeugung regenerativer Energie vor Ort jedoch stärkt die Versorgungssicherheit der eigenen Kundschaft. Auch wenn derzeit noch sehr vage ist, ob das Wasserstoff-Gewerbegebiet Aspen bei Bargau jemals realisiert wird: Nur durch große Anlagen zur Energiegewinnung wie den Windpark Lauterstein in direkter Umgebung konnte ein solches Angebot für die Ansiedlung einer zukunftsträchtigen Branche überhaupt ermöglicht werden.

Zur Begründung des Ausstiegs aus dem Windpark Länge hat Peter Ernst auch auf die Anfälligkeit der Windräder für immer stärker werdende Stürme hingewiesen. Das ist nachvollziehbar, auch wenn die Stadtwerke nach wie vor den Bau eines Bürgerwindrads planen.
Das Geld aus dem Windpark Länge soll in Photovoltaik auf Grundstücken an der Bahnlinie bei Hussenhofen fließen.
Dabei ist ganz allgemein zu beachten, dass Flächen für Solarenergie ebenso endlich sind wie fürs Bauen. Die Landwirtschaft benötigt nach wie vor Äcker und Felder, auch in diesem Bereich wollen wir uns schließlich - wie bei der Energie - in großem Maße selbst versorgen. Da braucht es noch intelligente Lösungen.Wolfgang Fischer

Zurück zur Übersicht: Infos & Tipps

WEITERE ARTIKEL

Kommentare