Kein Trend ohne Gegentrend

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Der Pullunder wird zum Must-have der Modefans im Winter, besonders angesagt im Zopfmuster. An diesem Stilmittel hat sich auch Catwalk Junkie bedient (Pullunder ca. 90 Euro, Hose ca. 90 Euro).

Sechs Modetrends für die Frau im Herbst und Winter 2021

Es gibt keinen Trend ohne Gegentrend - gerade im Herbst und Winter 2021/22 scheint sich das bei der Mode zu bewahrheiten. Extreme existieren hier gleichermaßen - und werden auch schon mal miteinander kombiniert. Ein Überblick.

Trend 1: Die knappen Teile der 2000er

Erinnern Sie sich noch an den besonderen Look von Carrie Bradshaw aus „Sex an the City“? Und an die Outfits, die Britney Spears berühmt gemacht haben? Dann sind Sie vorbereitet für einen großen Modetrend 2021/22. Denn angesagt sind dann bauchfreie Oberteile zu tief sitzenden Hosen und hautenge Kleider. Das klingt erst mal wild, das klingt bunt und schrill, nach den poppigen 2000er Jahren eben.

Trend 2: Die schlichte, leise Mode

Vergessen Sie, was in Punkt 1 steht, wenn Sie das nicht anspricht. Es gibt auch eine gegenteilige Trenderscheinung, die vielleicht besser zu Ihnen passt: „Die Mode wird leiser, dezenter und in vielen Trends auch schlichter“, prognostiziert Carl Tillessen, Chef-Analyst des Deutschen Modeinstituts in Köln.

Trend 3: Die englische Countrymode

Auch die „neue Naturverbundenheit“ ist ein Metatrend, der für Tillessen wichtiger wird. Diese habe klar mit dem Lockdown zu tun, in dem man vermehrt draußen statt drinnen unterwegs war und beziehe sich nicht nur auf die Farben und Materialien, sondern auch auf die Looks: „Auch bei diesem Trend stand eine TV-Serie Pate: "The Crown" hat den englischen Country-Look in der edlen Version salonfähig gemacht.“

Auch die Farben des Modeherbstes spiegeln den Trend wider. Neben Grün für den Country-Look sind das vor allem Wolltöne wie Cashmerebeige und die vielen Braun-Nuancen - also die schon erwähnten leisen Töne.

Trend 4: Gebrauchsspuren sind erwünscht

Die neue Naturverbundenheit hat auch Einfluss auf die Verwendung von Materialien, die mit zunehmendem Gebrauch immer schöner werden. „Im Japanischen gibt es für diese Ästhetik den Namen Wabi-Sabi. Ein Wort, das sinngemäß die Schönheit des Unvollkommenen bedeutet“, erklärt Tillessen. „In diese Kategorie fallen beispielsweise Jeans im Used-Look.“

Trend 5: Strick in Zopfmustern

Wer modisch etwas auf sich hält, trägt im Herbst und Winter unter anderem Strick. „Pullis, Cardigans, Rollis und Pullunder in allen Varianten sind jetzt gefragt und dabei feiert auch das Zopfmuster ein Comeback“, sagt Stilberaterin Inka Müller-Winkelmann. Dieses Muster strukturiert die Silhouette optisch und schafft damit eine schöne Linienführung.

Trend 6: Fröhlichkeit für die Pandemie

Ein modisches Must-have der Saison sind fröhliche Motive, die schon im Sommer in den Kollektionen auftauchten und nun verstärkt im Fokus stehen. „Lustige und fröhliche, bisweilen sogar naive Motive wirken wie ein Stimmungsaufheller und symbolisieren kindliche Freude“, sagt Tillessen. „Sie sind inspiriert von der asiatischen Comic- und Manga-Kultur und werden uns im Herbst vor allem auf lässigen Modeideen begegnen.“

Denn das ist was wir brauchen, etwas Fröhlichkeit, aufmunternde Gesichter und bunte Hingucker, wenn es im Herbst und Winter weitergeht mit diesem Pandemie-Alltag. dpa

Ein Teil der trendigen Mode für Frauen im Herbst und Winter ist schlicht - hier ein Beispiel mit der Trendfarbe Cashmere-Beige von Toni (Pullover ca. 80 Euro, Hose ca. 90 Euro).
Gemütliche warme Outdoorlooks für Spaziergänge gehören zum nächsten Pandemieherbst. Hier eine Kombination von Deerberg (Pullover ca. 120 Euro, Hose ca. 90 Euro, Mantel ca. 200 Euro).

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