Radnetz im Ostalbkreis wächst

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Der Aalener Innenstadtring hat seit einigen Wochen neue Fahrrad Markierungen auf der Fahrbahn.

Vor allem der Aalener Raum profitiert von Zuschüssen zur Verbesserung der Radinfrastruktur.

Aalen/Schwäbisch Gmünd. Der Ostalbkreis profitiert von den am Dienstag vorgestellten Förderungen im Rahmen des Sonderprogramms „Stadt und Land“ für eine bessere Radverkehrsinfrastruktur. Insgesamt zehn Projekte hat das Land im Ostalbkreis für das Programm zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur ausgewählt.

In Aalen sind es sieben Maßnahmen, die eine Radwegebrücke, Schutz- und Radfahrstreifen oder Abstellanlagen zum Ziel haben, nun umgesetzt werden. Außerdem können in Ellwangen zwei und in Hüttlingen eine Maßnahme zum Bau von straßenbegleitenden Radwegen realisiert werden.

Aalen investiert kräftig in die Infrastruktur für den Radverkehr und erhält dafür jetzt eine Million Euro Zuschuss. Alle Maßnahmen werden nach Auskunft der Stadtverwaltung im Jahr 2022 ausgeführt. Das größte Projekt, das gefördert wird, ist der Neubau einer Brücke über den Kocher, der die Lücke zwischen Industriegebiet und Innenstadt entlang des RadNETZ-BW schließt. „Neben der Sicherheit sind auch direkte, schnelle Verbindungen auf dem Arbeitsweg wichtig“, denn nur so werde das Fahrrad gewählt und nicht das Auto, so der Landtagsabgeordnete Winfried Mack (CDU).

In Aalen werden außerdem im gesamten Stadtgebiet ca. 6 Kilometer Schutz- und Radfahrstreifen angelegt. Außerdem werden 163 Anlehnbügel, 30 überdachte Abstellplätze und zwei Fahrradboxen gefördert.

Auch Ellwangen baut das Radwegenetz stark aus und will damit bis zur Landesgartenschau fertig sein. In diesem Rahmen werden zwei Projekte für straßenbegleitende Radwege mit insgesamt 351.926 Euro bezuschusst. „Die Landesgartenschau muss auch mit dem Fahrrad erlebbar sein, deshalb ist es wichtig jetzt die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Ellwangen hat hier ein tolles Konzept entwickelt“, lobt Mack.

Der Kocher-Jagst-Radweg liegt idyllisch und ist zu einem Touristenmagnet für Radfahrer geworden. Umso wichtiger sei es, dass Hüttlingen hier durch eine Querungsmöglichkeit für Radfahrer angeschlossen und somit das innerörtliche Wegenetz integriert werde. Bezuschusst werden mehrere Maßnahmen mit insgesamt 500.000 Euro. „Lücken im Radwegenetz zu schließen ist sehr wichtig.

„Mit dem Neu- und Ausbau dieser Radwege und dieser Abstellanlagen verbessert sich die Infrastruktur im Ostalbkreis“, betont auch die Grüne Betreuungsabgeordnete für Aalen, die Landtagsabgeordnete Martina Häusler. „Wir wollen das Rad für den Alltag attraktiver machen. Dafür brauchen wir ein möglichst lückenloses Netz gut ausgebauter Wege. Mittelfristig wollen wir erreichen, dass 20 Prozent aller Wege im Land auf dem Fahrrad zurückgelegt werden“, so Häusler.

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