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Schneiden erfordert nicht nur Schneid

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Das Schneiden von Bäumen, Sträuchern und Stauden zählt zu den wichtigsten Arbeiten im Garten. Dabei geht es nur vordergründig um ästhetische Aspekte. In erster Linie dient der Schnitt der Gesunderhaltung der Pflanzen.

Ein umfangreiches Pflanzenwissen ist beim Schneiden unentbehrlich. So ein Vorhaben verlangt eben nicht nur "Schneid", sondern auch Wissen und Erfahrung.

Die Zeit zwischen dem 1. März und dem 30. September gilt für Gehölze oder besser für die Tiere, die in ihnen Lebensraum, Brutstätte und Nahrung finden, als Schonzeit. Geschont werden sollen also nicht die Hecken und Gebüsche, sondern die Tiere, deren Habitate sie sind.

"Während dieser sieben Monate verbietet das Bundesnaturschutzgesetz radikale Schnitte. Das auf den Stock setzen, also das Kappen der Gehölze knapp über dem Boden, ist während dieser Zeit beispielsweise komplett untersagt", erklärt Wolfgang Groß vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) e.V. "Zulässig sind dagegen schonende Form- und Pflegeschnitte zur Gesunderhaltung, aber auch zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen. Auch Baumschnittmaßnahmen und Baumfällungen sind in Hausgärten ganzjährig möglich, wenn keine Nist- beziehungsweise Ruhestätten im Baum vorhanden sind, oder wenn nicht eine Baumschutzsatzung dem Baum speziellen Schutz bietet."

Viele Gartenbesitzer greifen gern selbst zum schneidenden Werkzeug. Aber das ist nicht ohne. Es erfordert einiges an Fachwissen, gutes, sauberes Werkzeug und die richtige Technik. Denn mit "ein bisschen Spitzenschneiden" ist es in den meisten Fällen nicht getan. Stattdessen kommt es darauf an, zu erkennen, was ein Gehölz an Pflege benötigt, um gesund und in Form zu bleiben. Auch der Schnittzeitpunkt und die Schnitttechnik sind entscheidend.

Gartenanfängern sei aber eher geraten, dem Landschaftsgärtner bei der Arbeit über die Schulter zu schauen und sich auf sein umfangreiches Wissen zu verlassen. Übrigens: Landschaftsgärtner kennen sich bestens mit der jeweils geltenden Gesetzeslage aus. Sie auch um andere wesentliche Regeln, wie die lokalen Baumschutzsatzungen oder das Nachbarschaftsrecht der Städte und Gemeinden. BGL

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