Weitere Schritte auf dem Weg zur Datenautobahn für Bergheim

Was im Teilort alles in die Infrastruktur investiert wurde und noch wird.

Tannhausen-Bergheim.

„In Bergheim wird mächtig in die Infrastuktur investiert“, so der Tannhauser Bürgermeister Manfred Haase am Montagabend beim Besuch im Ortsteil. Der Gemeinderat hatte sich vor seiner eigentlichen Sitzung mit den Bergheimer Bürgern vor Ort getroffen. Und über die derzeitigen Maßnahmen gesprochen. Ein Bereich der sogenannten „Weißen Flecken“ beim Breitbandausbau, die Tannhausen momentan für zwei Millionen ausmerze, liege hier in Bergheim.

Nachdem der Breitbandausbau gut vorangeschritten sei, wolle die Gemeinde „gewisse Synergieeffekte nutzen“ und gleich weitere Maßnahmen umsetzen, erklärte Haase. Um was es da konkret geht, setzte er den interessierten Bürgern vor Ort auseinander. Die Kapelle habe einen eigenen Stromanschluss erhalten. Bisher war sie vom Nachbargebäude aus mit Strom versorgt worden. Bei den Privathäusern sieht es so aus: Mittelfristig sollten die Dachständer samt den bisherigen Leitungen abgebaut werden können. Dafür sei eine Niederspannungsleitung in die Häuser rund um die Kapelle verlegt worden. Auf die Nachfrage, wie der Zeitplan dafür sei, sagte das Gemeindeoberhaupt: „Bis die Dachständer dann abgebaut sind, wird es vermutlich schon noch ein Jahr dauern.“ Die Voraussetzungen seien jetzt geschaffen, aber die Bürger müssten sich um weitere nötige Arbeiten in ihren Häusern kümmern. Die Installationsarbeiten dort erfolgten dann auf eigene Kosten.

Eine weitere Maßnahme sei die Modernisierung der Straßenbeleuchtung. Die sei bereits 40-50 Jahre alt, so Haase. „Da wollen wir nun auf LED-Technik umstellen“. Dafür sei ein neues Konzept erstellt worden, „damit wir auch die richtigen Standorte haben“. Hier geht es zügig voran. Die neuen Laternen stehen alle, die Leuchtmittel seien geliefert. Und Ende September leuchtet es dann rechtzeitig, wenn es Richtung Herbst, engergiesparend in Bergheim aus den LEDs der neuen Straßenlampen.

Was die ursprüngliche Maßnahme, den Breitbandausbau, betrifft, sagte der Bürgermeister: „Wir haben nun die Hausanschlüsse erstellt, Leerrohre für das Breitband liegen.“ Die Glasfaserbestückung sei für Ende September geplant. Und wann können die Bergheimer dann endlich flott durchs World Wide Web surfen? „Vielleicht gibt’s ja noch ein Weihnachtsgschenkle“, überlegt Haase. Aber darauf kann er sich nicht festlegen. Schließlich liegt's auch nicht in seiner Hand. Den Anschluss aktivieren muss die NetComBW, die ja den Zuschlag für die Pacht des Breitbandnetzes sämtlicher 42 Kreisgemeinden erhalten hat. „Da wollen natürlich jetzt alle gleichzeitig“, zeigt Haase Verständnis. „Aber ich denke, Anfang des nächsten Jahres kann auch Bergheim auf die Datenautobahn.“ Mit dieser Kombination der Arbeiten zeigte er sich sehr zufrieden. „So haben wir nur ein Mal Tiefbau. Und dann hoffentlich zehn bis fünfzehn Jahre Ruhe.“

pe

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