Wort zum Sonntag

+
Das Plakat zum Weltgebetstag 2022 in England, Wales und Nordirland

Zukunftsplan: Hoffnung

Essingen-Lauterburg. Jedes Jahr am 1. Freitag im März, findet der Weltgebetstag statt. Menschen in über 150 Ländern der Erde feierten am 4. März die Liturgie der Frauen aus England, Wales und Nordirland. Was wird aus uns werden? Wie wird es weitergehen – im alltäglichen Leben aber auch mit unserer Welt im Ganzen? Und wie in Europa? Selten haben so viele Menscheln mit Verunsicherung und Angst in die Zukunft geblickt wie in der Zeit der Pandemie und nun besonders, seit Putin die russischen Truppen in die Ukraine einmarschieren ließ. Als die Frauen aus England, Wales und Nordirland den Zuschlag erhielten, die Liturgie für 2022 auszuarbeiten, schien ein Krieg in Europa unvorstellbar. Es war noch nicht zu ahnen, wie sehr wir dieses Motto heute brauchen würden: als Widerspruch gegen die Angst, als Rückenstärkung der mutigen Bevölkerung der Ukraine und ihrem Präsidenten. Zukunftsplan: Hoffnung – „I know the plans I have for you!“ – Das lesen wir beim Propheten Jeremia, wo Gott sagt: „Seid gewiss: Ich werde euer Schicksal zum Guten wenden.“ Als Christ*innen halten wir fest daran und glauben, dass Gott die Welt retten und nicht zerstören wird. Gottes Plan besteht nicht aus Einzelpunkten, die wir Menschen exakt zu erfüllen hätten, dass es klappt. Es ist Gottes unbedingter Wille zum Guten. Gottes Kraft, Segen zu schenken, so dass jeder Mensch zum Segen werden kann. Gott will uns Zukunft und Hoffnung schenken. Und unser Beitrag? Der vielfachen Unterstützung der Ukraine muss ich an dieser Stelle nichts hinzufügen- außer das Gebet. Und das veränderte Motto, das in Kriegs- und Notzeiten die Briten gestärkt hat: Statt „Keep calm and carry on“ (Ruhe bewahren und weitermachen), sagen die Frauen: „Keep calm and hope.“

Gisela Fleisch-Erhardt, Pfarrerin in Lauterburg

Zurück zur Übersicht: Infos & Tipps

Kommentare