Hitze kann tödlich sein

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Die Grafik zeigt: Leicht geöffnete Fenster beeinflussen die Temperaturentwicklung in einem abgestellten Fahrzeug kaum. Grafik: ADAC/mid/ak

Auch im August und September ist die Sonne so stark, dass sich geparkte Autos rasch aufheizen.

Wenn sich das Auto im Sommer aufheizt, kann das gefährlich werden. Autofahrer werden unkonzentriert, das Unfallrisiko steigt, zurückgelassene Kinder oder Tiere können in einem in der Sonne geparkten Auto sogar sterben.

Macht es dabei einen Unterschied, die Fenster einen Spalt zu öffnen? Hat die Autofarbe einen Effekt auf die Hitzeentwicklung im Wagen? Helfen getönte Scheiben?

Selbst leicht geöffnete Fenster machen keinen Unterschied. Blieben die Fenster geschlossen, wurden nach zehn Minuten 38 Grad und nach 20 Minuten sogar 45 Grad gemessen. Waren zwei Fenster leicht geöffnet, erreichten die Werte nach zehn bzw. 20 Minuten immerhin noch 36 und 42 Grad. Nach einer Stunde in der prallen Sonne kletterte die Temperaturanzeige schon über die 50-Grad-Marke.

Farbe ist unerheblich

Daher sollten Autofahrer niemals Kinder oder Tiere im Wagen im Sommer zurücklassen. Unerheblich ist es dabei, ob es sich um ein weißes oder schwarzes Fahrzeug handelt, die Lackfarbe hat keinen Einfluss auf die Hitzeentwicklung.

Schatten ist Trugschluss

Nicht nur ein Auto in der prallen Sonne kann für Kinder und Hunde im Innenraum gefährlich werden – auch im Schatten stehende Fahrzeuge sind als Aufenthaltsort ungeeignet. Die Sonneneinstrahlung kann sich innerhalb kurzer Zeit ändern, sodass das Fahrzeug dann trotzdem direkt der Sonne ausgesetzt wird, warnt das Institut für Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Stadt Düsseldorf.

Einen kleinen Effekt haben immerhin Wärmeschutzverglasung oder getönte Scheiben. Denn den größten Anteil bei der Hitzeentwicklung im Auto haben die Fensterflächen. Deren Größe und der Einstrahlwinkel der Sonne sowie die Farbe des Innenraums beeinflussen die Aufheizung stark. akz-o/dpa

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