Womit Kinder fahren dürfen

  • Weitere
    schließen
+
Bobbycars gelten als Spielzeuge und dürfen nur auf dem Gehweg benutzt werden.

Nicht alle Verkehrsmittel dürfen überall benutzt werden. Worauf Eltern achten sollten.

Winzlinge, die kaum laufen können, aber mit ihren ebenso winzigen Laufrädern über den Radweg sausen, Fünfjährige mit dem Skateboard auf dem Zebrastreifen und jugendliche Inliner-Piloten im Straßen-Nahkampf mit Autos und Lkw: Alltägliche Situationen im Verkehrsgeschehen. Doch was ist eigentlich erlaubt?

Dreirad, Bobbycar und Laufrad

Diese Fortbewegungsmittel gelten als Spielzeuge und dürfen daher ausschließlich auf dem Gehweg und auf privaten Grundstücken benutzt werden. Ein Fahren auf der Straße ist nicht zulässig, da diese Spielzeuge verkehrsrechtlich nicht als Fahrzeug gelten..

Fahrrad

Bis zum achten Lebensjahr müssen Kinder den Gehweg benutzen, bis zum zehnten dürfen sie es. Einen "baulich angelegten" Radweg dürfen beide Altersklassen benutzen. Ein Elternteil oder eine Aufsichtsperson, die Kinder begleitet, darf dabei ebenfalls auf dem Gehweg fahren. Beim Überqueren der Fahrbahn müssen sie absteigen und schieben. Die Empfehlung: Kinder erst nach der Fahrradprüfung in der dritten oder vierten Klasse allein mit dem Rad am Straßenverkehr teilnehmen lassen.

Skateboard, Inline-Skates und konventionelle Tretroller

Nutzer dieser "besonderen Fortbewegungsmittel" werden wie Fußgänger behandelt und müssen daher den Gehweg benutzen. Ohne Gehweg ist am rechten Fahrbahnrand zu skaten, soweit dies zumutbar ist. Durch ein Zusatzzeichen kann Inlineskaten im Bedarfsfall ausnahmsweise auf breiten Radwegen zugelassen werden. In reinen Fußgängerzonen ist das Benutzen dieser Fortbewegungsmittel untersagt.

E-Tretroller

Elektrisch betriebene Tretroller, oft auch E-Scooter genannt, gelten rechtlich als Kraftfahrzeuge. Sie dürfen aber führerscheinfrei von Jugendlichen ab 14 Jahren gefahren werden. Dabei ist grundsätzlich der Fahrradweg zu benutzen – nur wo ein solcher nicht vorhanden ist, darf auf der Straße gefahren werden. Gehwege sind tabu. Weiterhin zu beachten: E-Roller müssen haftpflichtversichert sein, sie benötigen ein kleines Versicherungskennzeichen ähnlich wie Mofas. Dies kostet je nach Versicherung etwa 30 bis 40 Euro im Jahr.

Hoverboard und E-Skateboard

Beide dürfen nur im "abgegrenzten nicht-öffentlichen Verkehr" bewegt werden, etwa auf abgesperrten Innenhöfen. Denn Hoverboards oder E-Skateboards sind nicht zulassungsfähig. Deshalb sind sie für öffentliche Wege und Straßen tabu. Eltern sollten darauf achten, dass Kinder mit diesen Fahrzeugen, wenn überhaupt nur auf abgegrenztem Privatgrund unterwegs sind. akz-o

Zurück zur Übersicht: Kfz

WEITERE ARTIKEL