Die Stadt lebendig und lebenswert erhalten

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Der größte Teil von Oberkochen schmiegt sich in das Kochertal.

Einzelhändler und Gastronomie hoffen auf baldige Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Hendrik Gausepohl, Vorsitzender des Gewerbe- und Handelsvereins, bittet um Solidarität mit dem örtlichen Gewerbe.

Oberkochen. Geschäftsinhaber und Gastronomen stehen in den Startlöchern. "Jeder selbstständige Kaufmann oder Restaurantbetreiber möchte jetzt wieder öffnen, für seine Kunden da sein und natürlich wieder Einnahmen akquirieren", sagt Hendrik Gausepohl, Vorsitzender des Gewerbe- und Handelsvereins und Betreiber eines Optik-Geschäfts in Oberkochen. Alle Betreiber hätten schon im vergangenen Jahr nach dem ersten Lockdown ein funktionierendes Hygienekonzept erstellt und könnten daher für die Sicherheit von Kunden und Mitarbeitern sorgen. "Maskenpflicht, Spuckschutz, Desinfektionsmittel, teilweise Terminvergabe, ist überall möglich", ergänzt der GHV-Vorsitzende. "Ich bin froh dass mit den Frisören ein Anfang gemacht wurde." Gausepohl konnte sein Optikergeschäft, eine als systemrelevant eingestufte Branche, in den vergangenen Wochen öffnen. "Wir haben die in der Branche vorgeschriebenen Hygienestandards noch einmal verstärkt", sagt er. "Und das haben andere Geschäfte auch vorbereitet.

Der GHV-Vorsitzende empfiehlt den Kunden aber auch jetzt die örtlichen Geschäfte für den Einkauf. Eine ganze Reihe bieten die Möglichkeit über "click & collect" einzukaufen, das heißt auf der Homepage des Betriebs Artikel auszusuchen, sich dabei telefonisch oder virtuell beraten zu lassen und die Artikel dann abzuholen oder auch problemlos nach Hause liefern zu lassen. "Man braucht weder Möbel, Innendekoration oder Bücher bei großen Online-Händlern zu bestellen, das geht viel besser bei unseren inhabergeführten Fachgeschäften", betont Gausepohl. Und der große Vorteil: man hält diese Geschäfte damit am Leben, die Innenstadt Oberkochens lebendig und lebenswert.

Aus eigener Erfahrung sagt er: "Unsere Stammkunden sind den hiesigen Geschäften treu, das erhoffe ich mir auch nach der Öffnung."

Man braucht weder Möbel, Innendekoration oder Bücher bei großen Online-Händlern zu bestellen.

Hendrik Gausepohl, Vorsitzender des Gewerbe- und Handelsvereins

"Viele Händler sitzen derzeit auf Ware, die vor der Schließung zu viel bestellt worden ist, kaufen Sie bei hiesigen Läden, gönnen Sie sich beim Bummel in der Gastronomie auch mal einen zweiten Kaffee, wenn das wieder möglich ist, und unterstützen Sie so das örtliche Gewerbe", appelliert der GHV-Vorsitzende Hendrik Gausepohl. "Damit jeder halbwegs durch diese Krise kommt und sich unsere Innenstadt nicht zu sehr verändert." je

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