Individuell auf Menschen eingehen

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Die Referenten des digitalen Fachvortrags: (v. li.) Dr. Ralf Kurek, Dr. Eva Scheffold, Heike Schurr sowie Moderator und Chefredakteur Lars Reckermann.
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Beistand nach einer Krebsdiagnose. Im dritten Teil der Serie sprechen Experten über therapeutische Möglichkeiten, die eine medizinische Behandlung begleiten können. Das rund 30-minütige Video ist gratis abrufbar.

Ostalbkreis. Krebs. Allein die Diagnose lässt fast alle Betroffenen – und deren Angehörige – in ein tiefes Loch fallen. Angst und Unsicherheit drohen das Leben zu ersticken. Unabhängig von der Schwere der Erkrankung oder den Heilungschancen. Doch es gibt Hilfe, Rat und Unterstützung. Im neuesten digitalen Fachvortrag der Strahlentherapie Ostalb in Kooperation mit Gmünder Tagespost und Schwäbischer Post sprechen zwei Expertinnen und ein Experte mit Chefredakteur Lars Reckermann über die Möglichkeiten und vielfältigen Angebote.„Was passiert mit meinem Leben?“ Diese Frage stelle sich jeder Patient, der eine Krebsdiagnose erhalten hat, sagt Dr. Eva Scheffold, Leiterin der Psychoonkologie an den Standorten der Kliniken Ostalb in Aalen und Schwäbisch Gmünd. Beistand können Patienten ab dem Zeitpunkt der Diagnose erhalten, denn es können Wochen vergehen, bis danach ein Therapieplan erstellt wird. „Phasen von Angst gehören einfach dazu“, sagt Dr. Scheffold. Aber weder die Patienten noch die Angehörigen müssen damit allein fertig werden. „Wir stehen ihnen bei.“Selbst wenn die Patienten bereits zur Behandlung in der Strahlentherapie Ostalb sind, braucht es immer noch Zeit und Einfühlungsvermögen der Ärzte, betont Standortleiter Dr. Ralf Kurek. Nicht minder wichtig, so Dr. Kurek, ist dann auch die nichtmedizinische Betreuung, wie Selbsthilfegruppen und spezielle Sportangebote. Oder die Kunsttherapie, die Heike Schurr vorstellt. „Speziell bei Krebs ist es wichtig, Gefühle auszudrücken, für Patienten und Angehörige“, erklärt die selbstständige Kunsttherapeutin und erläutert in eindrücklichen Beispielen die Arbeitsweise und Ergebnisse ihrer Arbeit.Allein eine positive Einstellung kann den Krebs nicht besiegen. Nein, dieser oft verbreitete Rat setze Patienten nur unnötig unter Druck. Aber eine positive Einstellung verbessert das Leben, betont Dr. Eva Scheffold. Und es braucht Menschen, die dann Betroffene unterstützen, individuell und mit Fachkenntnis auf die Menschen eingehen. Das sind keine Wundermittel, die von jetzt auf gleich helfen. „Eine Therapie geht über eine längere Zeit“, erklärt Heike Schurr. Ein Prozess, in den in vielen Fällen die ganze Familie mit einbezogen wird. Aber ist man bereit, sich den Gefühlen zu stellen, dann spüre man „da ist etwas in Bewegung.“ Einen Impuls geben, sich diesen speziellen Anforderungen zu stellen, die mit einer Krebsdiagnose einhergehen, das kann dieser Fachvortrag. Ohne Fachchinesisch und mit spürbarer Hingabe der drei Gäste im Studio an das Thema. Der Vortrag sowie die beiden ersten Folgen dieser Reihe sind kostenlos abrufbar unter gmuender-tagespost.de/digitale-vortragsreihe oder schwaebische-post.de/digitale-vortragsreihe

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