Selbstständig wohnen im Alter

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Ein eingebauter Treppenlift kann den Alltag erleichtern. ÌFoto: Ingo Bartussek/stock.adobe.com

Um das Zuhause altersgerecht zu modernisieren, vergibt die KfW-Bankengruppe Zuschüsse im Rahmen des Programms „Altersgerecht Umbauen“.

Selbstständiges und selbstbestimmtes Wohnen so lange wie möglich - das ist das Ziel vielfältiger Programme und Initiativen. Dabei geht es um eine altersgerechte Gestaltung von Wohnraum und Wohnumfeld sowie die Schaffung von Hilfsstrukturen.

Vertraute Wohnumgebung

Wohnen ist ein Grundbedürfnis aller Menschen. Wohnen heißt, ein Zuhause zu haben und einen Raum für gelebte Beziehungen mit Angehörigen, Freundinnen und Freunden oder Menschen aus der Nachbarschaft.

Über 90 Prozent der älteren Menschen leben in einer für alle Lebensphasen standardmäßig ausgestatteten Wohnung, die meist nicht altersgerecht ist. Die meisten wollen in der vertrauten Wohnumgebung bleiben - auch, wenn sie altersbedingt auf Hilfe und Pflege angewiesen sind.

Altersgerecht Umbauen

Für ältere Menschen erhält die Wohnung als zentraler Lebensort eine immer stärkere Bedeutung. Mehr als 50 Prozent der Seniorinnen und Senioren halten sich mindestens 20 Stunden pro Tag dort auf. Dennoch sind bisher nur wenige Wohnungen barrierefrei gestaltet. Für Modernisierungsmaßnahmen zur Beseitigung oder Verringerung von Barrieren vergibt die KfW-Bankengruppe Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen im Rahmen des Programms „Altersgerecht Umbauen“. Hiermit können der leichtere Zugang zum Haus, der Einbau eines Aufzugs oder Treppenlifts oder notwendige Umbauten in Küche und Bad sowie Gemeinschaftsräume und Mehrgenerationenwohnen realisiert werden. Die KfW hält entsprechende Förderbausteine und weiterführende Informationen bereit.

Im hohen Alter, trotz Krankheit, Hilfe- und Pflegebedürftigkeit oder Behinderung in der vertrauten Umgebung zu leben, ist der Wunsch der allermeisten Menschen in Deutschland.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unterstützt das selbstbestimmte Wohnen so lange wie möglich.

Neue Wohnformen gefragt

Dafür braucht es Bauen, Nachbarschaft, soziale, technische und digitale Infrastruktur. Aufgrund des demografischen und gesellschaftlichen Wandels sind dabei neue Wohnformen gefragt.

Gesellschaft und Individuum benötigen Wohnformen, die das gemeinschaftliche und generationenübergreifende Zusammenleben ermöglichen. So können Fürsorgestrukturen auch unabhängig von der Familie entstehen, um ein „Zuhause im Alter“ zu ermöglichen. pm

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