Abtsgmünd steht bei Finanzen gut da

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Kindergartengebühren steigen entsprechend den Vorgaben der Fachverbände um 1,9 Prozent. Neue Wahlmöglichkeit bei der Betreuungsdauer. Auch Vereinsförderung Thema.

Abtsgmünd. In der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses des Gemeinderates standen vor allem Finanzen, Gebühren und Zuschüsse im Mittelpunkt. Geleitet wurde die Sitzung von Armin Friedrich, dem ersten Stellvertreter des Bürgermeister, da Bürgermeister Armin Kiemel aus gesundheitlichen Gründen verhindert war.

Tobias Maier, Leiter der Finanzabteilung, stellte dem Ausschuss die Eröffnungsbilanz der Gemeinde zum 1. Januar 2018 vor. Sie ist erstmals im System des neuen kommunalen Haushaltsrechts erstellt worden, der sogenannten Doppik.

Das sei gut gelungen. Die Bilanzsumme umfasst rund 100 Millionen Euro. Mit rund 60 Prozent Eigenkapital, etwa 60 Millionen, auf der Passiva-Seite steht die Gemeinde nach Maiers Worten recht gut da. Der Ausschuss lobte die Arbeit der Kämmerei und genehmigte die vorgelegte Bilanz.

Im Kindergartenjahr 2020/2021 werden die Benutzungsgebühren aufgrund der Corona-Pandemie landesweit nur um 1,9 Prozent angehoben statt der üblichen drei Prozent. Darüber informierte Sonja Rettenmaier, die Leiterin des Amts für Familie und Bildung. Somit steige der Elternbeitrag bei einem Kind von 117 auf 119 Euro pro Monat, umgerechnet auf eine Stunde bei 120 Stunden Regelbetreuung seien das 0,99 Euro. Auch mit dieser Erhöhung werde der eigentlich landesweit angestrebte Kostendeckungsgrad des Elternbeitrags von 20 Prozent der Gesamtkosten in Abtsgmünd deutlich verfehlt. Er beträgt wie 2019 nur 16,4 Prozent.

Neu eingeführt wird in der Gemeinde eine Wahlmöglichkeit der Betreuung von 45 Stunden pro Woche mit 75 Prozent Zuschlag des Satzes für Regelgruppen. Der Ausschuss stimmte den neuen Richtlinien und der Satzung zu.

Ergebnis Seniorenumfrage

Dem Ausschuss wurden die Ergebnisse der Fragebogenaktion "60+" in der Gesamtgemeinde vorgestellt.

Der Anteil der Menschen im Alter über 65 Jahre wird in Abtsgmünd bis 2030 auf etwa 25 Prozent steigen. Die meisten der Senioren wohnen im Eigenheim und sind dort sehr zufrieden. Unter den Älteren werden Betreutes Wohnen und Senioren-WGs beliebter. Einkaufsmöglichkeiten und Infrastruktur werden als gut bezeichnet, wobei das vor allem den Hauptort betrifft. In mehreren Teilorten werden Einkaufsmöglichkeiten und ärztliche Versorgung bemängelt, vor allem aber der ÖPNV. Gewünscht werden dort mehr Vermittlung von Hilfen und Ruftaxis und unter anderem Beratungen zu barrierefreiem Wohnen.

Das Rathaus soll für 70 000 Euro mit einem neuen Serversystem ausgestattet werden, da

das jetzige an seine Kapazitätsgrenzen kommt. Die Gemeinderäte erhalten dann Tablets. Vorgesehen war das 2021. Nun wird die Maßnahme vorgezogen. Außerdem wurden insgesamt 105 000 Euro an Vereinsförderungen genehmigt. Unter anderem werden 1210 Jugendliche unterstützt. Mehrere Vereine stellten Zuschussanträge für Investitionen. So erhält der MV Untergröningen rund 1260 Euro für die neue Tracht. Abgelehnt wurden dagegen Anträge des SV Hohenstadt und des TSV Untergröningen auf Zuschüsse für Rasenmäher, da das den Verträgen widerspreche, wonach die Vereine solche Geräte selbst bezahlen müssen.

Die Tennisabteilung der TSG Abtsgmünd möchte zur Bewässerung ihrer Plätze einen Brunnen bohren und eine Zisterne bauen. Für die Kosten von 25 000 Euro beantragte sie 45 Prozent Zuschuss. 30 Prozent kommen vom WLSB. Der Ausschuss vertagte die Entscheidung, bis ein Ergebnis des wasserrechtlichen Verfahrens vorliege.

Jürgen Eschenhorn

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