Bestens versorgt in allen Lebenslagen

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Zur guten Infrastruktur der Gemeinde Mutlangen gehört neben den vielfältigen Angeboten der Gewerbetreibenden und des Handels der Markt.

In Mutlangen beweisen Gemeindeverwaltung sowie Handel und Gewerbe, gemeinsam mit der ehrenamtlichen Nachbarschaftshilfe, große Solidarität und ein gelebtes Miteinander auch in Krisenzeiten.

Mutlangen. Die Gemeinde Mutlangen bietet ihren rund 6700 Einwohnern eine hervorragend ausgebaute Infrastruktur. Die Mutlanger Händler und Gewerbetreibenden und selbstständig Tätigen versorgen die Bürgerschaft mit allen Gütern des täglichen Bedarfs und stehen für optimale Versorgung in allen Lebenslagen.

Der Handel und Gewerbeverein hat nach dem coronabedingten Lockdown schnell reagiert. "Wir haben auf unserer Homepage, auf Facebook, auf der Mutlangen-App und auf der Homepage der Gemeinde eine Sonderseite eingestellt, die alle Hilfs- und Unterstützungsangebote auflistet", erklärt HGV-Vorsitzender Oliver Link.

Die Sonderseite bietet zudem allen Gewerbetreibenden und selbstständig Tätigen Informationen rund um die Krise und die gegebenen Verordnungen. In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der Nachbarschaftshilfe rund um Juli Windschüttel und Fethi Aggül konnten den Bürgern auch bei "speziellen Notfälle" und Problemen schnell und unbürokratisch geholfen werden, sodass älteren Bürgen und Personen aus Risikogruppen stets alles verfügbar war.

Innovative Konzepte

Dazu haben auch die einzelnen Gewerbetreibenden schnell und innovativ reagiert, der Friseursalon Hairstar bot "Carepakete" mit kontaktloser Übergabe gegen die "Corona-Frisur", nahezu alle Gastronomiebetriebe haben nach der Zwangsschließung auf Liefer- und Abholservice umgestellt.

Disam – Gastronomie und Eventlocation ist Mutlangens größter Gastronomiebetrieb. Der Lockdown traf den familiengeführten Betrieb mit voller Härte. Noch nie war der Terminkalender für die Event-Location so schnell mit Hochzeitsbuchungen gefüllt wie in diesem Jahr, erzählt der Inhaber Alexander Disam. Mit dem Verbot von Großveranstaltungen brachen alle Termine – auch Abi-Bälle und Tanzkurse – weg und sorgten für massive Umsatzeinbrüche.

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Zwei Top-Köche warten am Herd bereits darauf, die Besucher von Tanzsportzentrum Disam verwöhnen zu dürfen, "noch vor Ostern haben wir unser Küchenteam verstärkt", meint Disam, der jetzt seine ganze Hoffnung auf die Lockerung der Verordnungen am 18. Mai setzt, wenn der Gastronomiebetrieb wieder genehmigt ist. Während der Corona-Zwangspause hat das Disam bereits schon vor Ostern mit einen siebentägigen Liefer- und Abholservice begonnen. Die unfreiwillige freie Zeit haben die Disams genutzt – das Areal erstrahlt in neuem Glanz, die Speisekarte wurde komplett überarbeitet.

Bürgermeisterin Stephanie Eßwein zeigt sich stolz auf ihre Bürgerschaft, "alle tragen die Einschränkungen mit und bringen Verständnis für die derzeitige Situation auf." Überwältigt war Stephanie Eßwein von der Vielzahl an Helfern die sich schnell an die Seite der Nachbarschaftshilfe gestellt haben.

Oft seien es nur Kleinigkeiten gewesen, die das soziale Miteinander gestärkt haben, Gespräche an der Haustür, "natürlich mit dem gebotenen Sicherheitsabstand", hätten vielen älteren Bürgern oder Risikopatienten über die Isolation geholfen.

Jeder hat in seinem Rahmen dazu beigetragen, in der Krise für die Gemeinschaft da zu sein.

Stephanie Eßwein, Bürgermeisterin

Um die Menschen nicht nur mit materiellen Dingen zu unterstützen, sondern auch den Gemeinschaftssinn zu pflegen , hat sich Mutlangen kreative Ideen ausgedacht. "Kinder haben Bilder für die Senioren im Seniorenwohnheim gemalt, Briefe wurden geschrieben", erklärt die Bürgermeisterin, auf den Aufruf an Ältere, kleine Geschichten zu schreiben, folgte "ein wunderbares Feedback". Die Geschichten werden nach und nach im Gemeindeblatt veröffentlicht.

Eine bunte, altersgemischte Damengruppe hat unermüdlich Masken genäht, die jetzt gegen eine Spende im Rathaus abgeholt werden können. Ein großes Lob richtet Eßwein auch an ihre Mitarbeiter, die trotz Kontaktverbot, aber mit viel Fantasie, fast jede behördliche Dienstleitung für die Mutlanger erbringen konnten. "Jeder hat in seinem Rahmen dazu beigetragen, in der Krise für die Gemeinschaft da zu sein", fasst Eßwein zusammen und ist überzeugt, "dieser Zusammenhalt bleibt Mutlangen auch nach der Krise erhalten".

Wenn sich alle an die Regeln halten und für sich und den Anderen Verantwortung übernehmen, wäre dies eine schnellerer Weg in die Normalität, bittet Bürgermeisterin Eßwein.

Oliver Link äußert den Wunsch, "den örtlichen Unternehmen auch nach der Krise durch den Kauf ihrer Produkte das Vertrauen zu schenken". aro

Buntes Markttreiben herrscht trotz Corona-Pandemie auf dem neugestalteten Dorfplatz von Mutlangen. Aber immer mit dem gebotenen Sicherheitsabstand.
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Familie Tanja und Alexander Disam freuen sich mit Koch Stefan Jukic bald wieder Gäste begrüßen zu dürfen.
Bürgermeisterin Stephanie Eßwein lobt den Zusammenhalt der Mutlanger, bittet jedoch, sich weiter an die aktuellen Regeln zu halten – nicht nur beim Einkauf auf dem Markt.

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