Betzold baut Logistikzentrum in Ellwangen weiter aus

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Nächtlicher Blick auf das Logistikzentrum.

Die Arnulf Betzold GmbH erweitert ihr Logistikzentrum um gut 3000 m2. Der Anbau ergänzt das Firmenareal, das neben dem großen Logistikgebäude bereits einen modernen Bürokomplex, eine Kunststoff- und Möbelproduktion sowie ein voll automatisiertes Hochregallager mit Verteilzentrum umfasst. An die 4000 Pakete verschickt Betzold täglich.

Die Arnulf Betzold GmbH erweitert ihr Logistikzentrum um gut 3000 m2. Der Anbau ergänzt das Firmenareal, das neben dem großen Logistikgebäude bereits einen modernen Bürokomplex, eine Kunststoff- und Möbelproduktion sowie ein voll automatisiertes Hochregallager mit Verteilzentrum umfasst.

An die 4000 Pakete verschickt Betzold täglich. 95% aller versandfähigen Bestellungen werden bereits am Folgetag versendet: Logistisch gesehen ist das eine besondere Herausforderung. Um diese Aufgabe zu stemmen, investiert Betzold konsequent in modernste Logistiktechnologie. So wurde im Jahr 2009 bereits ein voll automatisiertes Hochregallager erbaut. Um das große Kommissionierungslager zu erweitern, wird das Logistikzentrum jetzt erneut vergrößert. Doch das ist nur ein Grund für das Neubauprojekt: Neben der begrenzten Anzahl an Lagerplätzen ist auch die Umstellung auf eine Ware-zu-Mensch-Kommissionierung für den Bau verantwortlich.

"Bislang hatten wir eine Mensch-zu-Ware Kommissionierung. Durch die Umstellung werden die zu verpackenden Produkte direkt zu unseren Mitarbeitern transportiert", erklärt Geschäftsführer Ulrich Betzold. Bei dieser Kommissionierungsart wird die Ware dynamisch und automatisiert bereitgestellt. Die Artikel werden mittels Fördertechnik direkt zum Kommissionierer geführt. Dadurch wird die körperliche Belastung der Mitarbeiter reduziert, außerdem verringert diese Vorgehensweise die Fehleranfälligkeit des Prozesses. "Durch ergonomisch höhenverstellbare Arbeitsplätze möchten wir mit dieser Lösung ein ganz neues Arbeiten für unsere Mitarbeiter ermöglichen", erklärt der Geschäftsführer.

Ein weiterer Grund für die Umstellung sieht Ulrich Betzold zudem in der deutlichen Steigerung der Effizienz: "Höchste Qualität, die auch noch bezahlbar ist, bekommt man nur, wenn man mit entsprechenden Technologien arbeitet."

Hierzu zählen auch neu eingeführte Volumenreduzierungsmaschinen, durch die Betzold jährlich etwa 32,7 Tonnen CO2 einspart. Die Kartons werden hierfür automatisiert an das Volumen der zu verpackenden Produkte angepasst.

Größte Einzelinvestition der Firmengeschichte

"Bauflächen sind endlich. Daher möchten wir unser Gelände möglichst nachhaltig nutzen - auch, wenn das vorerst höhere Investitionen bedeutet", so der Geschäftsführer. Das Projekt "Logistik 2020" ist mit Ausgaben im zweistelligen Millionenbereich die größte Einzelinvestition der Firmengeschichte - und wird voraussichtlich nicht die Letzte sein. Der Anbau ist Teil eines ausgetüftelten Plans, der bislang in seiner Ganzheit nur als Modell in einem der Besprechungsräume im Bürogebäude zu betrachten ist.

"Mit der Erstellung des Hochregallagers im Jahr 2009 wurde das komplette Gelände verplant, sodass die Erweiterung unseres Firmenareals Stück für Stück aufgebaut werden kann", erklärt Ulrich Betzold. Die Planung und Bauleitung hat die Ellwanger Firma "Romer Architekten Part mbB" in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen "Pierau-Planung" übernommen.

"Wir sind kein Konzern, der sich von Quartalsabschluss zu Quartalsabschluss hangelt. Bei uns findet Planung auf Jahrzehnte statt. Wir bauen aufwendiger, platzsparender und dadurch auf den ersten Blick auch teurer. Doch auf eine längere Zeitspanne betrachtet, ist dieser Weg wirkungsvoller und nachhaltiger", erklärt Ulrich Betzold und freut sich darauf, mit dem neuen Gebäude bereits im Frühjahr 2021 in den Produktionsbetrieb zu gehen.

Das Innenleben des bestehenden Hochregals.
Passgenaues Arbeiten auf der Baustelle.
Logistikgebäude-Ware-zu-Mensch-Kommissionierung-Volumenreduziermaschine.
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