Das Großprojekt wird abgeschlossen

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Baustelle Marienkirche: Bis Sonntag, 21. November ist im Kirchenschiff alles fertig. Da sind sich (v.l.) Architekt Peter Kayser, Pfarrer Wolfgang Sedlmeier, Kirchenpfleger Steffen Prümmer, Bärbel Kausch, Elisabeth Petasch und Laienvorsitzender Woflgang R

Am Sonntag, 21. November, wird die Wiedereinweihung von St. Maria mit einem Festgottesdienst um 9.30 Uhr mit DomkapitularHeinz-Detlef Stäps gefeiert. Daran schließt sich ein kleines Gemeindefest mit Stehempfang, Mittagessen und Programm an.

Aalen. Im kommenden Jahr feiert die Kirchengemeinde St. Maria ein Jubiläum. Vor 150 Jahren wurde die Gemeinde zur Pfarrei erhoben. Rechtzeitig dazu sind das Gemeindezentrum und die Marienkirche umfassend renoviert. Die Gebäudehülle mit Dächern und Fenstern ebenso wie der Gemeindesaal, das Kirchenschiff, die Sakristei und die sanitären Anlage sowie die komplette Heizung und die Elektrotechnik. Mit 6 Millionen Euro schlagen die Bauarbeiten zu Buche. Die Planungen für die Erneuerung – im Zusammenhang mit einem Immobilienkonzept – reichen bis ins Jahr 2013 zurück. 2015 wurde die Sanierung beschlossen, ein Jahr später begann der erste Bauabschnitt mit der Sanierung des Dachs über dem Gemeindesaal. Dem Pfarrerwechsel von Dr. Pius Angstenberger auf Pfarrer Wolfgang Sedlmeier, vielen, teils heftigen Diskussionen quer durch die Gemeinde und einigen Wechseln in den Ämtern folgte eine Umplanung.

„Die Gebäudehülle sollte nicht angetastet werden; ebenso wenig der Eingangsbereich zur Marienkirche mit seinen schweren Türen“, blickt Wolfgang Reichhardt zurück. Der gewählte Vorsitzende der Kirchengemeinde St. Maria erinnert an den Verkauf der Wiese bei St. Augustinus zur Finanzierung des Vorhabens, aber auch daran, dass man die Kirche an der Schnittstelle von Zochental und Triumphstadt erhalten habe. Reichhardt spricht über die diversen Schließungen von St. Maria, wegen der Heizung, die erneuert werden muss und unter anderem durch eine Bankheizung ersetzt wird.

Architekt Peter Kayser von Kayser Architekten erläutert detailliert die Arbeiten. Er erklärt, dass die Kirche nun barrierefrei zu erreichen ist, die Bankheizung ergänzt wird durch eine sogenannte Konvektoren- und Fensterheizung, die im Sommer für Kühle und im Winter für Wärme sorgt und dass die Fenster mit Sonnenschutz ausgerüstet seien. Kayser erläutert, dass aber der Bürotrakt wegen Corona, fehlenden Handwerkern und Materialmangel noch nicht fertig sei. „Der Innenhof ist neu gestaltet und nun auch zugänglich“, freut sich Elisabeth Petasch vom kirchlichen Bauausschuss, die gemeinsam mit Helmut Erhardt die Baumaßnahmen intensiv begleitet hat.

„Es war ein Grundanliegen, das Gebäude in die nächsten 50 Jahre zu führen“, sagt Pfarrer Wolfgang Sedlmeier. Die energetische Ertüchtigung mit einem neuen Anlagesystem, das in die Zukunft weise und Kosten senke, sei Basis für ein Kirchenzentrum, das sich zu einem sozialdiakonischen Zentrum der Seelsorgeeinheit profiliere. aki

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