Die Zukunftsfähigkeit sichern

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Hülen bekommt Zuschlag für ein Modellprojekt zur Unterstützung nachhaltiger ländlicher Entwicklung. Bürgersprechstunde am Montag.

Lauchheim-Hülen

Es geht um eine nachhaltige Dorfentwicklung unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten – so könnte man das Projekt "Leben in zukunftsfähigen Dörfern" grob überschreiben. Fünf Dörfer im Bundesgebiet wurden dazu ausgewählt. Hülen ist eines davon. "Unsere Bewerbung war erfolgreich" freut sich Andreas Walter, der in seiner ersten Sitzung als neuer Ortsvorsteher den Hülener Ortschaftsräten die erfreuliche Mitteilung überbringen durfte. "Es ist für Hülen eine große Chance", sagt er und weiß aber auch: "Zum Erfolg brauchen wir engagierte Bürger." Was genau erwartet nun die kleine Ortschaft neben der Kapfenburg und seine rund 600 Einwohner? Ein, vom Umweltbundesamt gefördertes, Netzwerk der deutschen Ökodörfer GEN Deutschland e.V. möchte die ausgewählten Dorfgemeinschaften darin unterstützen, einen Aktionsplan aufzustellen, unter dem Gesichtspunkt "Wie könnte mein Dorf im Jahr 2030 oder 2050 aussehen?".

Erfahrene Moderatoren aus der Gemeinschaft Schloss Tempelhof (Landkreis Schwäbisch Hall) begleiten den Prozess und übernehmen die Koordination und Dokumentation des Projektes. Zunächst soll der aktuelle Stand des Dorfes mit allen seinen Stärken und Schwächen analysiert werden. Wo steht das Dorf und wohin könnte es sich entwickeln?

In der nächsten Phase sollen Absichten und konkrete Ziele beschrieben werden. Nach Formulierung von möglichen Umsetzungsschritten und unter Einbeziehung lokaler und regionaler Partner entstünde demnach ein Nachhaltigkeits-Plan für das Dorf. Mithilfe der GEN könnten zudem Fördermittel für Projekte angeworben werden. Die aufeinander aufbauenden Projektphasen erstrecken sich dabei über einen Zeitraum von 1,5 Jahren.

Es ist für Hülen eine große Chance.

Andreas Walter Ortsvorsteher

Dass sich auch die Bürger von Hülen Gedanken machen dürfen, darüber sind sich die Ortschaftsräte alle einig. "Es gibt ein ganzes Potpourri von Möglichkeiten", sagt Josef Lindenmaier und ergänzt: "Es ist eine Riesenaufgabe". Als Startschuss für das Projekt soll Ende Mai ein Treffen mit allen interessierten und engagierten Bürgern stattfinden. Bürgermeisterin Andrea Schnele hofft auf eine rege Beteiligung: "Alle Hülener sind aufgefordert, dabei zu sein."

Bürgersprechstunde: Jeden zweiten Montag im Monat wird es im Dorfhaus in Hülen eine Bürgersprechstunde mit Ortsvorsteher Andreas Walter geben. Von 18 bis 19.30 Uhr steht Walter damit für sämtliche Belange, Fragen oder Anregungen aus der Bevölkerung zur Verfügung. Die nächsten beiden Termine sind am Montag, 8. Mai, und am 12. Juni.

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