Ein kleines Paradies für Kinder ist entstanden

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Der Neubau des Kindergartens in Lippach.

Die Umbauphase des Kindergartens war eine logistische Herausforderung. Doch nun ist das Gebäude auf dem technisch neuesten Stand und kann um eine U3-Gruppe in neuen Räumen erweitert werden.

Westhausen-Lippach. Nach dem Umbau des Kindergartens in Lippach ist ein kleines Schlaraffenland für Kinder und Erzieherinnen entstanden. Bevor es jedoch so weit war, stand ein erheblicher logistischer Aufwand an. Die Kleinen und ihre Betreuerinnen wurden vor Ostern 2020 in das Ortschaftsgebäude umquartiert. Dazu mussten in dem Gebäude viele Einrichtungen, wie beispielsweise die Toiletten, kindgerecht umgebaut werden. „Alles musste wieder entfernbar sein“, erzählt Ortsvorsteher Rudolf Haas am Telefon.

Die nächste Aufgabe war, die Vereine, die seither im Ortschaftsgebäude untergebracht waren, anders unterzubringen. „Da hielten alle zusammen, haben sich gegenseitig geholfen“, sagt Haas. Ein neuer Belegungsplan für die Turnhalle wurde zusammen erarbeitet, was ohne Schwierigkeiten über die Bühne ging. Der Bauhof Westhausen musste dazu ebenfalls ran. Das komplette Inventar des Kindergartens wurde ausgebaut, abtransportiert und an neuer Stelle wieder aufgebaut.

Alles auf dem neusten Stand

Ein Teil des Gebäudes wurde abgerissen und durch einen, sich sehr gut einfügenden Neubau ersetzt. Dabei wurden auch die neuesten Standards eingearbeitet. Das Personal hat einen Sozialraum und ein Sprechzimmer für die Elterngespräche bekommen. In den alten Gruppenräumen gab es kein Wasser, dieses wurde nun auch angelegt. Der Zugang und auch der Innenbereich wurden behindertengerecht gestaltet, die Sicherheitstechnik wurde überarbeitet und das gesamte Gebäude energetisch auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Innovativ zeigt sich das Gebäude mit einem neuen Keller und einer zeitgemäßen Optik.

Die Architekten Falk Deucker und Mathis Tröster vom Büro ACT Rainau haben den Neubau mit einer einladenden roten Farbe versehen. Der Übergang zur Kirche wurde neugestaltet, so dass hier Synergien genutzt werden können. „Wir waren immer in enger Absprache“, erzählt Rudolf Haas. Er betont auch die gute Kooperation mit den Nachbarn. „Es gab keine Probleme, auch wenn sie mal nicht in ihre Garage fahren konnten.“

Neue U3-Gruppe

Während der Bauzeit unternahmen die Kinder immer wieder Ausflüge zu „ihrer“ Baustelle und konnten den Entwicklungsprozess vor Ort mitverfolgen. Nun ist es vollbracht und die Kinder sind wieder in ihrem Kindergartenhaus zurück. Neu dazugekommen ist die U3-Gruppe, die im Neubau ihre Räume bezogen hat. Dazu gehören neben einem Raum zum Spielen auch Schlafmöglichkeiten.

Der Spielplatz im hinteren Teil des Hauses blieb unverändert, außer eine neue Gerätehütte - gestiftet von der Lippacher Firma Holzbau Maier - und einem Kleingarten mit Hochbeet wurde hier alles belassen. Den Bauherrn war es auch wichtig, kostensparend zu arbeiten. So werden die Spielgeräte, die auf einer Wiese am Ortschaftsgebäude – dem vorübergehenden Domizil der Kinder - aufgebaut wurden, in den Kindergarten gebracht, oder auf andere Spielplätze verteilt. Viele bereits vorhandenen Anlagen wurden genutzt oder nur modernisiert.

„Es ist ein Kindergarten für ganz Westhausen“, sagt Haas. Der Kostenrahmen von 1,7 Millionen Euro konnte eingehalten werden. Auch Bürgermeister Markus Knoblauch ist allen an dem rundum gelungenen Projekt Beteiligten sehr dankbar. Insbesondere habe auch das Lippacher Kindergartenteam immer bestens unterstützt und sich hervorragend eingebracht. mj

Im Kindergarten Lippach wurde alles auf den neuesten Stand der Technik gebracht.
Blick auf den Spielplatz des Kindergartens.
Ganz neu sind die Räumlichkeiten der U3-Gruppe, die nun das Angebot des Kindergartens ergänzt.

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