Eine wachsende Gemeinde zum Wohlfühlen

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In der Gemeinde Hüttlingen leben rund 6300 Menschen.

„Hüttlingen ist eine Landgemeinde mit städtischem Charakter,“ so beschreibt es Bürgermeister Günter Ensle. „Die Perle am Kocher-Knie“ entwickelt sich: Die Kinderbetreuung wird ausgebaut, die zugehörigen Gewerbegebiete wachsen und bieten zukunftsorientierten Firmen viel Platz. Auch die Kultur kommt wieder in Schwung: Das Programm für 2022 steht bereits.

Hüttlingen. Die Gemeinde liegt strategisch ideal zwischen Ellwangen und Aalen, wodurch viele Familien nach Hüttlingen kommen. Das hohe Interesse am Ort mit seinen Teilorten Niederalfingen, Seitsberg, Sulzdorf und Lengenfelder Höfe sowie weiteren Höfen macht sich bemerkbar: Das Baugebiet „Brühl“ wurde mit sechs Bauplätzen erschlossen, das Baugebiet „Straubenmühle“ wird Mitte September diesen Jahres durch die Firma Kais aus Essingen erschlossen und im Herbst soll der Bebauungsplan „Heiligen Wiese“ im Gemeinderat verabschiedet werden. Dann kann 2022 die Erschließung von circa 40 Bauplätzen dort starten. „Die Nachfrage ist enorm“, bestätigt Gemeindeoberhaupt Ensle. Hüttlingen lege als Wohnortgemeinde bei den Bauplätzen viel Wert darauf, keine Baulücken entstehen zu lassen. Es ist eine Mischung aus jungen Einwohnern und auch Familien, welche von der Stadt aufs Land ziehen wollen. Deshalb hat die Gemeinde in den vergangenen Jahren den Ortskern von Hüttlingen weiterentwickelt.

In Hüttlingens Zentrum gibt es noch die inhabergeführten Fachgeschäfte. Die Gemeinde stellt circa 200 kostenlose Parkplätze zur Verfügung, vor kurzem erst sind 25 Neue in der Pfitze dazugekommen. „Wir haben in Hüttlingen sehr bewusst auf den Ortskern gesetzt“, sagt Ensle. Sämtliche Geschäfte, auch die beiden EDEKA-Märkte, sind fußläufig erreichbar. „Auch das ist grüne Politik“, fügt der Bürgermeister an.

Der öffentliche Nahverkehr ist in Hüttlingen ebenfalls sehr gut aufgestellt. „Seit 20 Jahren fährt unser Ortsmobil“, sagt Bürgermeister Ensle. Als erste im Ostalbkreis hat Hüttlingen den Nutzen eines solchen Mobiles erkannt. So werden die Bewohner vormittags aus den Wohngebieten ressourcenschonend in den Ortskern gebracht. Die Verbindungen nach Aalen, Ellwangen und Abtsgmünd werden gut bedient. Das ist wichtig, denn es wohnen in Hüttlingen viele Pendler.

Zuschuss für Schulsanierung

Für die Betreuung der Kinder wird in Hüttlingen ebenfalls viel getan. Die Gemeinschaftsschule wurde eben erst erweitert, derzeit laufen noch die Sanierungsarbeiten. Insgesamt 10 Millionen Euro sind in die Schule geflossen, vier Millionen kostete der Neubau und sechs Millionen die Sanierung. „Ohne einen Zuschuss durch das Land wäre das nicht möglich gewesen“, betont Ensle. In Planung ist auch eine Mensa, um für eine Umwandlung zur Ganztagsschule gerüstet zu sein. Die vier Kindergärten in Hüttlingen sind ebenfalls gut ausgelastet. „Wir liegen über der gesetzlichen Vorlage“, sagt der Bürgermeister. Gerade für junge Familien ist das vorhandene Betreuungsangebot immer ein Argument, sich für eine Gemeinde zu entscheiden. Für das Gewerbe ist der Ort am Kocher ebenfalls sehr attraktiv.

Mehr Arbeitsplätze am Wohnort schaffen

Zwar ist die Gemeinde bei der Betrachtung vergleichbarer Gemeinden Schlusslicht, was die Gewerbesteuer angeht, das betrifft auch die Arbeitsplätze, doch: „Wir sind sehr bestrebt für unsere Einwohner Arbeitsplätze am Wohnort zu schaffen“, betont Günter Ensle. Der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet ‚Bolzensteig VI‘ ist bereits aufgestellt. Die Firmen, welche in Hüttlingen ansässig sind, sind sehr innovativ. Besonders Plan B ist eine Firma, die sich seit Jahren vorausschauend mit der Digitalisierung befasst.

Besucher von weit her im Naturerlebnisbad


Einer der sich in Hüttlingen wohl fühlt, ist Michael Miller. Er betreibt dort zwei EDEKA-Märkte. Einen in der Kocherstraße und einen in der Straubenmühle. Der Markt in der Straubenmühle ist gerade ein halbes Jahr alt. Er wird auch von Kunden aus der Umgebung frequentiert. Der Markt in der Kocherstraße wird erhalten bleiben. Miller setzt dabei vor allem auf regionale Produkte. Das Naturerlebnisbad in Niederalfingen ist ein Ziel, auch für Besucher aus der weiteren Umgebung. „Es wird sehr gut angenommen“, weiß Günter Ensle. Zwar waren die Zahlen in diesem Jahr rückläufig, doch spielte hier in erster Linie Corona und das Wetter eine Rolle. Was aus der Burg Niederalfingen wird, ist noch offen. Derzeit steht sie leer, aber das Land Baden-Württemberg hat das Anwesen bereits zur Verpachtung ausgeschrieben. Was wäre eine Gemeinde wie Hüttlingen ohne Vereine? Der Ort ist musikalisch mit seinen Chören und dem Musikverein gut aufgestellt. Der TSV Hüttlingen mit seinen circa 2500 Mitgliedern ist aktuell beispielsweise einer der größten Vereine im Ostalbkreis. Er hat ein Aktivum gebaut, mit Fitnessraum, Gymnastikraum und Sauna. Dort bietet er auch ein umfangreiches Kursprogramm an.

Kleinkunstfrühling: Programm für 2022 steht bereits


Über den Ostalbkreis hinaus ist der Hüttlinger Kleinkunstfrühling bekannt. Dieses Jahr musste er leider ausfallen, aber für nächstes Jahr steht das Programm bereits. „Wir werden unter anderem Alfons in Hüttlingen zu Gast haben“, verrät Bürgermeister Ensle schon mal. So ist und bleibt die Gemeinde Hüttlingen für seine circa 6300 Einwohner eine Gemeinde zum Wohlfühlen. Michael Scheidle

Hoch über dem Hüttlinger Teilort Niederalfingen ragt die zugehörige Burg. Aktuell steht sie leer.
Der Hüttlinger Muffigelbrunnen.
Das Rathaus Hüttlingen, Arbeitsplatz von Bürgermeister Günter Ensle.
Blick in den geschäftigen HüttlingerOrtskern.
Die Erschließung des Baugebiets Straubenmühle beginnt Mitte September.

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