„Es ist schade, dass er geht“

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Der Blick aus dem Amtszimmer des OBs auf den Aalener Marktplatz und den Kubus-Neubau im Jahr 2016. Thilo Rentschler gilt als treibende Kraft für die Realisierung der neuen Mall in der City.
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Der Abschied von Oberbürgermeister Thilo Rentschler ist für den ACA und den BdS ein Abschied von einem engagierten Unterstützer für die Belange der Innenstadt. Dankbar blickt man auf die acht Jahre Unterstützung und Förderung zurück.

Im Oktober übernimmt Thilo Rentschler das Amt des Hauptgeschäftsführers der IHK Ostwürttemberg. „Wir sind froh, dass wir ihn hatten und es ist schade, dass er geht“, sagt Josef Funk, Vorsitzender von Aalen City aktiv (ACA). Doch Funk ergänzt, dass IHK Industrie- und Handelskammer heißt. Er ist sich deshalb sicher, dass Rentschler auch in seiner neuen Position für die Interessen des Handels - und insbesondere für die Innenstadt-relevanten Sortimente der Aalener City - ein offenes Ohr haben wird.
„Sein Herz schlägt für die Aalener Innenstadt“, sagt Claus Albrecht, Vorsitzender des Bundes der Selbstständigen (BdS) in Aalen. Albrecht hebt das persönliche Verhältnis Rentschlers zu den Akteuren in der Innenstadt hervor. Es sei die Verlässlichkeit und Zuverlässigkeit, die er am scheidenden OB ganz persönlich so hoch geschätzt habe. Schnell und unbürokratisch konnten auf dieser Schiene viele Dinge erledigt werden.
Da denkt man sofort an die Fahrt des Oberbürgermeisters mit dem BdS-Vorsitzenden nach Berlin. Gemeinsam wurden sie wegen der ihrer Überzeugung nach unzureichenden Corona-Überbrückungshilfen für den Einzelhandel vorstellig. Und dieses Engagement zeigte Wirkung. Das Bundesgesetz wurde unter Einbeziehung der Vorschläge aus Aalen geändert.
„Er hat uns bei allen Problemen geholfen“, unterstreicht Josef Funk. Als Beispiele nennt er die Suche nach neuen Büroräumen für den ACA, die Weihnachtsbeleuchtung der Aalener Innenstadt oder die unproblematische Verlängerung der Sommeraktion „Aalen City blüht“ und die Erlaubnis für einen erweiterten Außenausschank der Gastronomie im vergangenen Jahr. Für Funk steht fest, dass Rentschler die Wichtigkeit der Aalener Innenstadt erkannt habe. Die Aufenthaltsqualität in der Aalener Innenstadt wurde erhöht. „Und ich glaube, dass es ohne ihn auch keinen Kubus in Aalen gegeben hätte“, sagt Funk.
Zur Aufenthaltsqualität in Aalen zählen nicht zuletzt auch Faktoren wie Kunst und Kultur. So wurde unter Oberbürgermeister Rentschler auch das Thema Stadtmarketing neu gedacht. Mit dem Eigenbetrieb „aalen.kultur&event“, der ab 1. Januar 2022 an den Start gehen soll, werden kulturelle Veranstaltungen, Tagungen und Kongresse mit den touristischen Aktivitäten verbunden. Neben der Stadthalle wird der 2020 eröffnete Kulturbahnhof KubAA als Veranstaltungslocation vermarktet. „Dieser wunderbare Ort, an dem verschiedene kulturelle Institutionen zusammenkommen und der Raum für Begegnungen und vielfältige Veranstaltungen bietet, ist in der Region einzigartig“, betonte Rentschler in Wirtschaft regional.
Und Aalen hat mehr zu bieten: 2019 wurde das Limesmuseum, bedeutendster Standort für die Vermittlung römischer Geschichte im Land, neugestaltet und wiedereröffnet.
Zur Förderung des Verständnisses von Technik und Naturwissenschaften bereits im Jugendalter soll das Mitmachmuseum explorhino bei der Hochschule Aalen beitragen. Gemeinsam mit dem Besucherbergwerk Tiefer Stollen sowie dem kulturellen Kleinod Schloss Fachsenfeld trägt es zur Attraktivierung Aalens für Besucher bei. Hinzu kommt die Neugestaltung der Bäderlandschaft: Das Freibad Spiesel in Wasseralfingen wurde renoviert. Das neue Kombibad im Hirschbach wird gebaut, das Maßstäbe in der Region setzen soll. „Gemeinsam mit der pulsierenden Innenstadt Aalens bilden diese Einrichtungen ein touristisches Pfund“, sagt Thilo Rentschler. wom

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