Franz von Assisi-Realschule in Waldstetten

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Die Franz von Assisi Realschule soll für die Kinder und Jugendlichen ein Lern- und Lebensort sein.

In den 40 Jahren ihres Bestehens kam die Franz von Assisi-Schule stets ihrem Auftrag als freie Schule nach: Sie ergänzt das Angebot freier Schulwahl und fördert das Schulwesen durch besondere Inhalte und Formen des Unterrichts.

Waldstetten. In den 40 Jahren ihres Bestehens hat sich die Franz von Assisi-Schule zu einer überregional bekannten und beliebten Bildungsstätte für Kinder und Jugendliche entwickelt - ein Blick auf die Anfänge und die Entwicklung der freien katholischen Realschule in der Gemeinde Waldstetten.

Gründung der Schule

In den 1970er Jahren kam im Zuge der Bestrebungen, eine eigenständige Gemeinde Waldstetten zu erhalten, auch der Wunsch auf, eine eigene Realschule am Ort zu haben. Von Seiten des Landes wurde jedoch die Genehmigung verwehrt und so wurde nach Gesprächen mit dem Bischöflichen Schulamt in Rottenburg signalisiert, dass das Kloster Sießen als Schulträger fungieren könne und somit der Bau und Betrieb einer katholischen Realschule als Angebotsschule ermöglicht wird.

Steigende Schülerzahl

Am 24. August 1981 wurde der Schulbetrieb am Waldstetter Kirchberg im Schulhaus „Kramer“ aufgenommen. Ein Neubau musste her. Schnell wurde klar, dass durch die stetig steigenden Schülerzahlen ein Verbleib am Kirchberg nicht möglich sein würde. Die Gemeinde Waldstetten stellte ein Grundstück neben der Stuifenhalle zur Verfügung, übernahm die Erschließungskosten und knapp die Hälfte der Baukosten. Im Sommer 1981 erhielt nach Ausschreibung eines Architektenwettbewerbs das Büro Rothmaier & Tröster aus Ellwangen den Auftrag. Die Grundidee für die Konzeption des Schulneubaus war: „Gemeinsames Lernen – Schulgemeinschaft“. Das zweiflügelige, fast halbkreisförmige Gebäude bildete einen Innenhof. Die feierliche Einweihung fand am 30. Mai 1984 statt. Bischof Georg Moser zelebrierte den Festgottesdienst in der St. Laurentiuskirche.

Wechsel der Schulträgerschaft

Im Jahre 1991, also im zehnten Jahr des Bestehens der Franz von Assisi-Schule, wechselte die Schulträgerschaft vom Kloster Sießen zur Stiftung Katholischen Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

In diesem Zuge wurde auch der Marchtaler Plan eingeführt. Er fungiert als verbindlicher Rahmenplan für die Katholischen Freien Schulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Erweiterung der Schule

Vor dem Hintergrund der Erfordernisse einer wachsenden Schülerschaft aus den umliegenden Orten und der sich verändernden Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen machte man sich Gedanken, wie die Schule weiterzuentwickeln sei. Die Einrichtung einer Mittagsverpflegung stand dabei ebenso im Vordergrund wie eine adäquate ganztägige Betreuung. Dies erforderte sowohl ein entsprechendes pädagogisches Konzept, als auch entsprechende Räumlichkeiten. Daher wurde die Schule für diese Zwecke baulich erweitert. Die Finanzierung teilten sich die Gemeinde Waldstetten und die Schulstiftung mit den Zuschüssen des Landes zu je einem Drittel. Innerhalb von nur zwölf Monaten entstanden Neubau und Konzeption. Außerdem wurde neues Personal für den Ganztagsbereich eingestellt.

Schule als Lern- und Lebensort

2008 übernahm Stefan Willbold als neuer Schulleiter das Amt des Rektors der Franz von Assisi-Schule. Ein neues pädagogisches Konzept, dem Erziehung und Bildung sowohl im unterrichtlichen, als auch im außerunterrichtlichen Bereich zugrunde liegt, gab der Entwicklung der Schule eine neue Dimension. Die Schule als Lern- und Lebensort so zu gestalten, dass das Kind ganzheitlich, in allen Dimensionen seiner Existenz anspricht, stand programmatisch über der Entwicklung des Ganztagsbereichs.

Dazu gehörten neue Räumlichkeiten, die in Einrichtung und Farbgestaltung die Atmosphäre dessen transportieren, was pädagogisch gewollt ist. Die Ganztagspädagogik an Katholischen Freien Schulen zielt auf einen bewussten und reflektierten Umgang mit Zeit ab. Auch die Zeit, die Heranwachsende in der Schule verbringen und gestalten lernen, ist deren Lebenszeit. Sie bietet Raum für die eigenständige Aneignung der Welt, für intensive Beziehungsarbeit und Sozialkontakte sowie für den Kontakt mit sich selbst.

Als ein unverzichtbarer Bestandteil des Tages stellt der gemeinsame Mittagstisch mehr als eine Gelegenheit den Magen zu füllen dar. Auch die Beziehungen zu Klassenkameraden festigen sich durch die gemeinsame Mahlzeit und den dabei stattfindenden Dialog.

Die Persönlichkeit entfalten

In den 40 Jahren ihres Bestehens kam die Franz von Assisi-Schule stets ihrem Auftrag als freie Schule nach: Sie ergänzt das Angebot freier Schulwahl und fördert das Schulwesen durch besondere Inhalte und Formen des Unterrichts.

Gesellschaftliche Veränderungen, Veränderungen in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen und bildungspolitische Strömungen beeinflussen die Entwicklung von Schulen ständig. Wesentlich ist, dass alle Überlegungen und Konzeptionen auf einem Bild und Verständnis vom Menschen fußen. Denn die Entwicklung der Erziehungs- und Bildungsziele geschieht auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes.

Unterricht und Schulleben ermöglichen allen Schülerinnen und Schülern, sich als individuelle Personen mit ihren persönlichen Fähigkeiten zu entfalten. Alle schulischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Eltern werden in den Fragen nach den Tiefendimensionen ihres Lebens ernst genommen: Wer bin ich? Warum gibt es mich? Was sind Sinn und Ziel meines Lebens und der Welt? Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft werden dazu eingeladen, die christliche Botschaft als Hilfe und heilsame Dimension für ihre eigene Entwicklung kennenzulernen und zu erfahren. Auch künftig wird sich die Franz von Assisi-Schule dieser Aufgabe stellen, um weiterhin in hoher Qualität ein attraktives Bildungsangebot für die Region zu sein und jungen Menschen zu helfen, damit ihr Leben gelingt. aro

Hell und freundlich gestaltet ist das Foyer der Franz von Assisi Realschule in Waldstetten.
Der Neubau der Franz von Assisi-Realschule in Waldstetten wurde im Jahr 2010 in Betrieb genommen.

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