Hören im Dienst der Wissenschaft

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Die beiden DifAA-Betriebsleiter Linda Liß und Philipp Heller starten mit ihrem Team eine neue Hörstudie unter Einsatz neuester und fortschrittlichster Hörgeräte.

Das Dienstleistungsinstitut für Audiologie - DIfAA in Wasseralfingen sucht unerfahrene Probanden für eine Hörstudie. Für Testhörer ist die Teilnahme kostenlos und unverbindlich, aber sie können von einer ausführlichen und vollumfänglichen Höranalyse profitieren.

Aalen-Wasseralfingen. Kennen Sie das? Sie sind auf einer Geburtstagsfeier und unterhalten sich angeregt mit Ihrem Gegenüber. Wenn Sie dann angesprochen werden, müssen Sie sich sehr anstrengen die Worte Ihres Gegenübers zu verstehen. Sind Sie dann allerdings in einer recht ruhigen Umgebung oder lediglich unter zwei bis drei Personen, können Sie sich einwandfrei unterhalten? Das liegt daran, dass Sie mit großer Wahrscheinlichkeit schon eine leichte Hörminderung aufweisen, die aufgrund der schwächeren Wahrnehmung der hohen Frequenzen entsteht. Würde man nun eine Höranalyse durchführen, so verstehen Sie wahrscheinlich noch zu gut, als dass Sie Anspruch auf Hörgeräte haben.

Zusammenspiel von Ohr und Gehirn

Häufig kommt es vor, dass das Tongehör mit der Zeit abnimmt, das Sprachverstehen jedoch noch recht gut ist. Während Ihre Kinder und Enkel das hohe Pfeifen des Kühlschrankes noch überdeutlich hören, nehmen Sie dieses nicht einmal wahr. In Unterhaltungen tritt dann jedoch das oben beschriebene Szenario auf. Trotz einer leichten Hörminderung können Sie sich noch gut unterhalten, denn das Gehirn ist in der faszinierenden Lage, Worte, die Sie nicht verstanden haben, aus dem Kontext heraus zu kombinieren. So ist es oft der Fall, dass das reine Verstehen sehr langsam und schleichend abnimmt. Mögliche Folgen sind die Hörentwöhnung bis hin zum Vergessen wichtiger Schallereignisse.

Spitzentechnologie im Hörgerät und in der Diagnostik

Mittlerweile ist bekannt, dass die Technik der Hörgeräte immer besser wird. Nicht nur, dass die Geräte immer kleiner und unauffälliger werden und somit kosmetisch höchst ansprechend sind. Auch der technologische Fortschritt ist enorm. Die Geräte sind mit immer besserer und mehr Rechenleistung ausgestattet, Verstärken in Echtzeit und werden dadurch im Hören immer natürlicher. Egal ob sehr kleines, extrem leichtes und unauffälliges Im-Ohr-Hörgerät oder unauffälliges und praktikables Akku-Hörsystem; die Hörgeräte von heute stehen in keinem Vergleich mehr zu den damaligen noch stark stigmatisieren Geräten.

Jedoch "nicht nur die Verbesserungen der Hörsystemtechnologien, sondern auch das Optimieren der Tests zur Hördiagnostik spielt eine wesentliche Rolle für eine erfolgreiche Versorgung mit Hörgeräten", sagt Philipp Heller, Betriebsleiter des DIfAA. Denn damit die Geräte auch das halten, was sie versprechen, ist eine genaue Analyse des Hörvermögens unabdinglich.

"Es gibt Hörtests, die seit vielen Jahren standardisiert sind, trotz dass sie nicht die Genausten sind", erklärt Linda Liß, Betriebsleiterin des DIfAA. Als Studienleiterin möchte sie der Sache nun auf den Grund gehen und sucht Probanden, die noch keine bis wenige Erfahrungen mit Hörgeräten gemacht haben. Denn alle Hörgeräteträger werden bereits eine Vielzahl an Messungen und Tests kennen. In der Studie soll herausgefunden, wie sehr der Hörerfolg mit den Hörgeräten von den Methoden in der Diagnostik abhängt.

Proband*innen gesucht

Das DIfAA sucht für diese Studie Proband*innen, die bisher wenige oder keine Erfahrungen mit Hörgeräten gemacht hat. "Wir möchten sichergehen, dass die Proband*innen die verwendeten Tests noch nie oder wenig durchgeführt haben", betont Linda Liß, welche die Studie leiten wird. Für die Testhörer*innen ist die Teilnahme kostenlos und unverbindlich. Sie profitieren von einer ausführlichen und vollumfänglichen Höranalyse inklusive kostenlosem Probetragen der neusten und fortschrittlichsten Hörgeräte.

Das gesamte DIfAA Team kommt aus der Hörforschung und sind Master oder Bachelor of Science. Sie sind nach GCP (Good Clinical Practice) zertifiziert und sind mit genauem und wissenschaftlichen Arbeiten vertraut.

"Wir freuen uns, nun endlich wieder mit unseren heiß geliebten Studien, unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen, durchzustarten", betonen Liß und Heller einstimmig. pm

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