Interkommunale Erfolgsgeschichte

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Im Baugebiet oberhalb der Kapellensteige entsteht neuer Wohnraum. Auf der Wiese im Vordergrund soll ein weiteres Baugebiet ausgewiesen werden.

Das interkommunale Gewerbegebiet Oberkochen-Süd entwickelt sich weiter. Doch der zunehmende Verkehr wird für Oberkochen und Königsbronn zu einem Problem. Ein regionales Konzept soll Abhilfe schaffen.

Oberkochen. Weitere Betriebe sollen in erweitertem Gewerbegebiet angesiedelt werden. Aber 9000 Einpendler sorgen auch für ein Verkehrsproblem . Ein regionales Konzept soll Abhilfe schaffen. Eine Erfolgsgeschichte für Oberkochen war die Schaffung des interkommunalen Gewerbegebietes zusammen mit Königsbronn südlich der Stadt.

Dort sind bereits mehrere große Unternehmen von Carl Zeiss – das weiter ein Werk mitten in der Stadt hat – und Hensold sowie Owema und andere angesiedelt. Derzeit baut der Konzern YG1 dort ein Werk. Weitere große Arbeitgeber sind Leitz und Günther + Schramm, dazu kommen noch zahlreiche mittlere und kleinere Unternehmen. Diese Unternehmen sorgen für ein gutes Gewerbesteueraufkommen für die Stadt.

"Bereits jetzt kommen täglich rund 9000 Einpendler von außerhalb zum Arbeiten hierher", sagt Bürgermeister Peter Traub. Da es bereits Überlegungen gibt, das Gewerbegebiet Oberkochen Süd um einen dritten Abschnitt auf der Westseite der B 19 Richtung Königsbronn zu erweitern, wird diese Zahl wohl noch weiter steigen. Dazu müssen diesen Unternehmen gute Anbindungen an Breitband und Verkehr geboten werden. In die digitale Anbindung der Gewerbegebiete wird von Seiten der Stadt weiter kräftig investiert. "Allerdings hinkt die Telekom mit ihrer Vectorierung etwas hinterher", bedauert Traub.

Bereits jetzt kommen täglich rund 9000 Einpendler von außerhalb zum Arbeiten hierher.

Peter Traub Bürgermeister

Überregionales Verkehrskonzept nötig

Um die wachsende Zahl von Einpendlern zu bewältigen, auch in den umliegenden Gemeinden, befürwortet Traub ein regionales Verkehrskonzept in Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden. So plädiert er für den Ausbau der Brenzbahn zumindest teilweise auf zwei Gleise und deren Elektrifizierung sowie den Ausbau von ÖPNV und Werksverkehren, um den Individualverkehr zu vermindern. "Da müssen wir bald zu Lösungen kommen, um neben Oberkochen auch Unterkochen und Königsbronn zu entlasten", sagt Traub. Denn auch Königsbronn und Heidenheim wollen in naher Zukunft ihre Gewerbegebiete erweitern. je

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