Keine Spur von Langeweile

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Mein Bild, was ich euch dieses Mal mit sende, stammt mal nicht aus der Schweiz. Das schöne Herbstbild hat meine Schwester Regina geschossen und zeigt mich in den Wäldern zwischen Kocherburg und Ursprungsfelsen über Unterkochen.

Raimund Seibold arbeitete dieses Jahr den Sommer über in Bern, fand aber dennoch genügend Zeit zum Bergsteigen.

Ein sehr spannendes Jahr 2022 liegt hinter mir. Nachdem ich im letzten Jahr nach 24 Jahren meinen Arbeitsplatz wechselte, war ich natürlich sehr gespannt, wo die Reise hingeht.Nach einem starken Winter als Koch im Bergrestaurant Allmend über Wengen, zog es mich überraschend in die Hauptstadt der Schweiz, nach Bern. Meine ehemaligen Chefs, Grit Schlutter und Yves Timonin wollten mich für ihre Neueröffnung im Schlossrestaurant Reichenbach an der Aare, für die Küche unbedingt haben. Da die Erinnerungen an meine „alte“ Direktion, auch nach 20 Jahren, immer noch sehr groß waren, habe ich nicht lange überlegen müssen. Ein umtriebiger Betrieb ließ uns von Mai bis August nicht zur Ruhe kommen. Durch das schöne Wetter war die Terrasse von morgens bis spät in die Nacht immer sehr gut besucht. Trotz der vielen Arbeit hat der Sommer mit meinen neuen Kollegen, in einer neuen Region viel Spaß gemacht. Ich habe schließlich mein Lieblingsspielplatz, die Alpen, auch von Bern aus gesehen und nicht nur das. Zwei Tage, immer Montag und Dienstag, hatten wir Ruhetag. Was für ein Luxus für mich. Eine neue Strategie habe ich mir ab Juni dann bei meinen Bergtouren angeeignet. Immer Sonntagnacht, nach der Arbeit, fuhr ich direkt zum neuen Ausgangspunkt, meiner wöchentlichen Gipfeltour. Mein Ziel war klar, zum Sonnenaufgang am Gipfel zu stehen und am Mittag wieder in Wengen zu sein. Gesagt, getan. Ende Juni stand ich bereits um 6 Uhr in meinem Lieblingsgebiet Wallis, mitten der Viertausender, auf dem Joderhorn (3035 m) am Mattmarksee zur Grenze nach Italien. Was für ein Start in eine sehr spannende Saison, ob bei der Arbeit oder in der Freizeit. 25 Gipfel sollten noch folgen, Bättelmatthorn (3044 m), Klein Furkahorn (3026 m) oder Schesaplan (2965 m). Auch ein 4000 er habe ich noch überraschend Mitte August bestiegen.Mitte Oktober ging meine Sommersaison im Schlossrestaurant Reichenbach dann doch zu Ende. Länger als gedacht, habe ich in Bern eine sehr Strenge aber auch eine sehr zufriedene Saison gehabt. Auch meine Bergtouren in der Schweiz waren im Oktober mit dem Bietenhorn bei herrlichem Herbstwetter zu Ende. Ein Jahr voller positiver Überraschungen geht langsam zu Ende. Seit dem ersten Dezember bin ich wieder im Bergrestaurant Allmend bei Priska Gertsch, direkt am Slalomstart vom weltberühmten Lauberhornrennen über Wengen. 

Ich wünsche meiner Familie und Freunden in Hofherrnweiler, Unterkochen und Hamburg, schöne Weihnachten und ein gesundes, neues Jahr 2023.

Gruß aus Wengen/Schweiz Raimund 

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