Mange hilsener vom Hardangerfjord

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Vorne liegend: Felix Scherer, mit seiner Handballmannschaft in Norwegen.

Felix Scherer studiert in Norwegen und schickt Weihnachtsgrüße in den Ostalbkreis

God jul fra Norge! Das ist Norwegisch und bedeutet ‚Schöne Weihnachten aus Norwegen!‘. Mit Pepperkaker, der skandinavische Variante des Spekulatius, Julebrus, einer speziellen Weihnachtslimonade und dem Julebordet (Weihnachtsfeier) kommt man auch im hohen Norden in Weihnachtsstimmung.

Bereits 2015 war für mich klar: Ich möchte wieder nach Norwegen! Damals hat mich das Land auf einer Urlaubsreise verzaubert. Das war kurz vor Beginn meines Studiums. Heute, sechs Jahre später, bin ich kurz vor Ende meines Studiums und mein Wunsch sollte in Erfüllung gehen.

Durch einen glücklichen Umstand ist es mir möglich, meine Masterarbeit im Rahmen einer Industriekooperation auf einer Werft im schönen Norwegen zu schreiben. Daher lebe und arbeite ich nun für sechs Monate auf der Insel Stord, die am Eingang des Hardangerfjords in der Mitte zwischen Stavanger im Süden und Bergen im Norden in Westnorwegen liegt.

Große Millionenstädte sucht man in Norwegen sowieso vergeblich und speziell die Insel Stord erinnert mich mit ihren knapp 19 000 Einwohnern stark an die ländlich geprägte Heimat im Ostalbkreis. Dennoch lässt die Insel nichts vermissen, auch für den Samstagabend hält das kleine Innenstädtchen die ein oder andere Bar bereit. Als der Barkeeper für das 0,5 Liter alkoholische Kaltgetränk dann 15 Euro forderte, musste ich als Schwabe doch kräftig schlucken. Ein gelungener Abend war es trotzdem zusammen mit meiner Handballmannschaft. Zu dieser bin ich direkt in der ersten Woche gestoßen. Die Verständigung in einem Mix aus Englisch und etwas Deutsch und Norwegisch ist zwar etwas holprig, aber trotzdem hat es nicht lange gedauert, bis ich fester Bestandteil des Teams wurde. Auch wenn es hier auf der Insel ganz normal ist, war für mich die Anreise zum ersten Auswärtsspiel per Fähre etwas Besonderes.

Dass der Regen und inzwischen auch die Dunkelheit die Tage bestimmen, daran habe ich mich gewöhnt. Umso mehr freue ich mich, wenn dann am Wochenende doch mal die Sonne raus schaut, da man auf der Insel wunderbare Wanderungen machen kann. Auch das Baden im kalten Fjord hat ab und an seinen Reiz. Gespannt bin ich außerdem auf die bevorstehende Skisaison, denn auch wenn ich direkt am Fjord lebe, ist es bis zu den Bergen nicht weit. Als motivierende Belohnung soll es zum Ende meiner Zeit in Norwegen noch zum Skitourengehen auf die Lofoten gehen. Bis dahin muss die Masterarbeit aber fertig werden!

Mange hilsener (viele Grüße)

Felix

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