Modernes Wohnkonzept trifft auf Geschichte

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Celestino Piazza mit den Mitarbeitern des VGW Facility Managements. Sie haben einen großen Anteil der Sanierung der Hofmeisterei geleistet.

Bezahlbarer und gleichzeitig hochwertiger Wohnraum ist durch die Sanierung der Hofmeisterei des ehemaligen Siechenspitals St. Katharina in Schwäbisch Gmünd entstanden. Die VGW hat die Arbeiten weitgehend abgeschlossen.

Schwäbisch Gmünd.Der Gebäudekomplex St. Katharina ist ein wichtiger Bestandteil der Gmünder Stadtgeschichte. Als Siechenspital wurde er im Mittelalter genutzt und später zu einfachen Wohnungen ausgebaut. Um dieses schöne Stück der Stadtgeschichte von Schwäbisch Gmünd zu erhalten und wieder attraktiv zu machen, hat die städtische Wohnungsbaugesellschaft VGW nun die Sanierung des Gebäude 3, der Hofmeisterei, weitgehend abgeschlossen.

Attraktiver Wohnraum

Unter Berücksichtigung denkmalschutzrechtlicher Aspekte sind hier fünf Wohnungen mit bezahlbaren Mietpreisen und modernen Standards entstanden. Die Ein- bis Drei-Zimmerwohnungen bieten sowohl für Alleinstehende als auch für Familien mit Kindern ausreichend Platz. Zwischen 40 und 110 Quadratmeter sind die fünf Wohnungen groß. Den Mieterinnen und Mietern stehen außerdem zehn Stellplätze zur Verfügung. Auf dem Dachboden unter dem großen Holzdachstuhl wurden für die Bewohnerinnen und Bewohner Abstellräume eingerichtet. Das Denkmalamt war bei allen Planungen und Bauphasen eingeschaltet.

Historische Gegebenheiten

Vergangenen Donnerstag stellte der VGW-Geschäftsführer Celestino Piazza die Ergebnisse der rund einjährigen Sanierungsarbeiten vor. Viele historische Gegebenheiten wurden erhalten, darauf ist Celestino Piazza besonders stolz. So wurden in einigen Zimmern die schiefen Decken und Wände bewusst belassen und vorhandene Stuckreste blieben erhalten. Auch die hölzerne Treppe fiel den Sanierungsarbeiten nicht zum Opfer. Und wo Türöffnungen verschlossen wurden, wurden die Rahmen der Türen stilisiert. Moderne Tageslichtbäder wurden in allen Wohnungen eingebaut. Ebenso wurde im Gebäude die gesamte Elektroinstallation erneuert. Für die Isolierung sorgt ein Dämmputz, der an den Innenwänden angebracht wurde. In Absprache mit dem Landesdenkmalamt konnten auch Kamine abgerissen werden, da die früheren Einzelöfen durch eine moderne Gasbrennwert-Zentralheizung überflüssig wurden, erklärt der Bauleiter Jürgen Nagel.

Erste Mieter eingezogen

Die fünf Wohnungen in dem historischen Gebäude sind bereits alle vermietet. Der erste Mieter wohnt schon seit diesem Monat drin, die weiteren sollen ab Januar einziehen. Auch soziale Kriterien spielten bei der Auswahl der Mieterinnen und Mietern eine Rolle, betont Celestino Piazza. Die Quadratmetermiete beträgt hier rund 6,50 Euro. „Wer sich es leisten kann, zehn Euro zu zahlen, sollte hier nicht wohnen“, sondern die Wohnungen jemandem mit knapperer Kasse überlassen, sagt der VGW-Geschäftsführer.

Das Budget von 650 000 Euro wurde eingehalten. wf

Fünf Wohnungen sind hier entstanden.

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