Neuler: engagiert, lebenswert, menschlich!

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Neulers Bürgermeisterin Sabine Heidrich.

Viel Neues ist in Neuler geplant: von einer barrierefreien Ortsmitte bis hin zu der Erschließung eines neuen Baugebiets. Auch das Gewerbe floriert trotz Corona wegen des guten Branchenmixes in der Gemeinde.

Neuler. Engagiert, lebenswert, menschlich so wirbt Neuler auf seiner Homepage und genauso ist der Ort auch. Engagiert, beispielsweise, wenn es um den Platz in der Ortsmitte geht. Bürgermeisterin Sabine Heidrich möchte hier einen Platz mit einer guten Aufenthaltsqualität schaffen. „Der Platz soll lebendiger werden,“ sagt sie. Bänke zum Sitzen, einen Bücherschrank, Infotafeln, eine Bepflanzung und eine bessere Abgrenzung zur Straße, wünscht sich Heidrich. „Er soll attraktiv für Familien und Senioren werden,“ ist ihr Wunsch und blickt aus ihrem Büro hinunter auf den Kirchplatz.

Deshalb beteiligt sich Neuler an dem Projekt der Landesregierung „Ortsmitten gemeinsam barrierefrei und lebenswert gestalten“. Dafür sammelt sie, in verschiedenen Workshops, kreative Ideen aus der Bevölkerung. Handlungsbedarf sieht die Bürgermeisterin auch in Bezug auf das Rad- und Fußwege-Netz zum Ortskern hin, ebenso bei barrierefreien Übergängen. Der Verkehr ist ein Hauptthema in dem Ort zwischen Kocher und Jagst. „Ein Drittel aller Beschwerden von Bürgern, beziehen sich auf den Verkehr,“ sagt Sabine Heidrich.

Große Nachfrage bei Bauplätzen

Lebenswert ist der Ort auf alle Fälle. Das zeigt die große Nachfrage nach Bauplätzen. Derzeit beginnen die Erschließungsarbeiten am östlichen Siedlungsrand für das Baugebiet „Spagen IV“. „Die Nachfrage ist groß,“ bestätigt die Bürgermeisterin. Bis Winter 2022 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, dann kann gebaut werden. In Gaishardt soll das Baugebiet „Im Dorffeld I“ bis Frühjahr 2022 erschlossen werden. Die Arbeiten hierfür beginnen im September dieses Jahres.

Lebens- und liebenswert

Das Menschliche an Neuler, spürt man nicht nur im Gespräch mit der Bürgermeisterin, sondern auch draußen bei den Menschen vor Ort. Touristen haben den Ort ebenfalls entdeckt. „Durch die Flurneuordnung haben wir gute Wander- und Radwege,“ sagt die begeisterte Radfahrerin Sabine Heidrich. Sie wünscht sich für die Zukunft eine Verbesserung durch sinnvolle Beschilderung und Lückenschlüsse. „Wir haben sehr rührige Firmen, die sich auch in die Gemeinschaft gut einbringen,“ sagt die Bürgermeisterin. Die Gewerbesteuer blieb auch während Corona hoch. Das zeugt von dem soliden, breiten Branchenmix in Neuler. Zwar ist im Gewerbegebiet noch Platz für Neuansiedlungen, aber Heidrich ist es wichtig, dass sich Unternehmen ansiedeln, die Arbeitsplätze bringen und die Zusammenarbeit mit den bereits vorhandenen Betrieben befruchten.

Das Vereinsleben hat unter Corona gelitten. „Die Vereine versuchen, wieder den Trainingsbetrieb abzubilden und Veranstaltungen zu initiieren,“ sagt Heidrich. Es haben natürlich weniger Veranstaltungen als sonst stattgefunden, aber die Bürgermeisterin hofft bald wieder Normalität und vor allem Planbarkeit zu bekommen.

Erschwerte Planung

Die 100-jährigen Jubiläen des Musikvereins und des Turnvereins wurden Opfer der Pandemie. Derzeit plant sie die Eröffnungsfeierlichkeiten der neuen Turnhalle. „Das ist schwieriger und komplizierter als sonst,“ sagt sie und fügt an: „Ich mache es gerne.“ Neuler ist und bleibt was es von sich behauptet: engagiert, lebenswert und menschlich. mj

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