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Die Alemannenschule wurde erweitert und wird noch weiter modernisiert.

In den vergangenen Jahren hat sich Hüttlingen als gute Adresse für den Handel etabliert. Doch auch in anderen Bereichen investiert die Gemeinde kräftig in die Zukunft. Bauplätze sind gefragt, doch der Ausweisung neuer Plätze sind Grenzen gesetzt.

Hüttlingen. Die Gemeinde Hüttlingen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer attraktiven Wohngemeinde entwickelt, aber auch die Gewerbegebiete sind mit ihrer guten Anbindung für Firmen interessant und bieten eine wachsende Zahl von Arbeitsplätzen. Rund 6150 Einwohner leben im Hauptort und seinen Teilorten Niederalfingen, Seitsberg, Sulzdorf, den Lengenfelder Höfen sowie weiteren Höfen.

"Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren insgesamt eine gute Entwicklung genommen", sagt Bürgermeister Günter Ensle, seit 2008 im Amt. Insgesamt hat die Gemeinde eine gute Infrastruktur geschaffen, Ensle sieht aber noch Bedarf bei Gewerbeansiedlungen. "Vergleichbare Gemeinden haben da mehr zu bieten und entsprechend fehlen uns so Gewerbesteuereinnahmen", ergänzt er.

Als Grund sieht er, dass in den 1990er-Jahren im jetzigen Gewerbegebiet Bolzensteig eine Sondermüllverbrennungsanlage geplant war und geplante Gewerbegebiete gestrichen worden waren. Jetzt baut die Gemeinde das Gewerbegebiet weiter aus und versucht dort Firmen anzusiedeln.

In den vergangenen Jahren wurden einige Baugebiete geschaffen und erweitert, wodurch die Einwohnerzahl stetig stieg, und weiterhin besteht eine große Nachfrage nach Wohnungen und Bauplätzen. "Besonders junge Familien fragen an. Aber da sind keine großen Flächen mehr möglich", sagt der Bürgermeister. Nur kleinere Ergänzungen wie im Gebiet Halligenwiesen und im Hochfeld sind geplant und Baumaßnahmen auf bisherigen innerörtlichen Freiflächen. So am Rathaus geschehen, auf dem Adlergelände, im Sonnendorf und unter anderem im Fuchsloch geplant. "Grundstücksverkäufe zur Wohnbebauung und für das Gewerbe sind für die Gemeinde eine wichtige Einnahmequelle, um die laufenden Aufgaben zu finanzieren", ergänzt Ensle.

Unter anderem hat die Gemeinde in den vergangenen Jahren den Ortskern saniert. In der Bachstraße, der Pfitze und den umliegenden Straßen wurde eine attraktive Umgebung geschaffen, von der auch der örtliche Handel stark profitiert. In der verkehrsberuhigten Zone finden sich viele inhabergeführte Geschäfte aus verschiedenen Branchen – Mode, Schuhe, Lebensmittel, Gastronomie, Ärzte, Apotheken, Friseure und vieles mehr –, alle leicht erreichbar mit vielen kostenlosen Parkplätzen an den Straßen.

Dazu gibt es mittendrin eine Seniorenwohnanlage mit einer Bürgerbegegnungsstätte, ein Bürgerforum als Veranstaltungsort und Parkhaus. Alles mit kurzen Wegen erreichbar. "Man kann in Hüttlingen gut einkaufen in diesen Geschäften und in den beiden großen Märkten", sagt Ensle.

Investitionen in die Zukunft

Man kann in Hüttlingen gut einkaufen.

Günter Ensle, Bürgermeister

Investiert hat die Gemeinde auch in Schulen und Kinderbetreuung, und tut es immer noch. Die Alemannenschule wurde deutlich erweitert und wird weiter saniert und modernisiert. Besonders in die Digitalisierung der Schule wird weiter investiert. Es werde ein hochmoderner und zukunftsfähiger Schulstandort geschaffen.

Gut aufgestellt sieht er die Gemeinde auch in Bezug auf die Kinderbetreuung. In die Breitbandversorgung auch in den Teilorten steckt die Gemeinde in den kommenden Jahren rund 2,7 Millionen Euro, unterstützt von hohen Zuschüssen.

Für die Lebensqualität des Wohnortes ist auch die kürzlich erfolgte Geschwindigkeitsbeschränkung auf den Durchgangsstraßen wichtig. "So wird der Verkehr beruhigt und der Lärm heruntergefahren", betont Ensle. Eine weitere wichtige Aufgabe der Gemeinde wird die geplante Maßnahme zum Hochwasserschutz in den gefährdeten Wohngebieten im Teilort Niederalfingen. Außerdem werden alle Bushaltestellen barrierefrei umgebaut.

Ensle bedauert, dass die eigentlich sehr rührigen Vereine derzeit in ihren Möglichkeiten sehr eingeschränkt sind. Sie tragen sehr viel zum Gemeindeleben bei, halten für die Bürger ein vielfältiges Angebot bereit. Auch für sie steht eine gute Infrastruktur mit Veranstaltungsorten und großzügigen Sportanlagen zur Verfügung.

Für die Freizeitgestaltung bietet die Umgebung von Hüttlingen zahlreiche Möglichkeiten. Das Naturfreibad in Niederalfingen wird gerne besucht. Für Spaziergänger und Wanderer bieten der Skulpturenpfad und viele Wanderwege in attraktiver Umgebung perfekte Naherholung, auch Radfahrer finden zahlreiche Möglichkeiten für ihre Betätigung.

2024 feiert die Gemeinde ihr 1000-jähriges Bestehen. Man ist bereits in den ersten Planungen, unter anderem soll ein Buch erscheinen und natürlich werden jede Menge Veranstaltungen stattfinden. "Das wird gleichzeitig mein letztes Jahr als Bürgermeister und ein guter Einstieg für meinen Nachfolger", kündigt Ensle noch an. je

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