Spielen, Toben, Lernen und viel Bewegung

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In den neuen Räumen des Kindergartens Wirbelwind macht das Spielen sichtlich Spaß.

Der Kindergarten Wirbelwind der Aalener Sportallianz ist in weitem Umkreis der erste Sport- und Bewegungskindergarten. Die seit September geöffnete Einrichtung steht unter dem Motto „Kinder bewegen sich ins Leben“.

Aalen. Bereits Mitte September war im Sportzentrum der Aalener Sportallianz (ASA) der Starttermin fürs Spielen, Toben, Lernen und vor allem Bewegen. Der Sport- und Bewegungskindergarten „Wirbelwind“ ist da unter der Trägerschaft der Aalener Sportallianz in Betrieb gegangen. Und in dieser Form ist er der einzige seiner Art in weiterem Umkreis.

In knapp einem Jahr Bauzeit ist eine Kita in Holzbauweise direkt im Anschluss an das bestehende Vereinsheim als zweigeschossiges Gebäude entstanden. Neben der bestehenden Turnhalle wurde im Erdgeschoss eine weitere Sporthalle und darüber eine „Sport- und Bewegungswelt“ gebaut. Neu entstanden sind auf ebenfalls zwei Geschossen drei Gruppen- und alle nötigen Nebenräume wie Küche und Ruheräume sowie Büros für das Personal der Kita. Die Einrichtung ist barrierefrei zugänglich, ein Aufzug ist integriert.

Täglicher Sport ist Pflicht

Insgesamt werden in der dreigruppigen Einrichtung letztlich ab Juni rund 45 Kinder betreut werden, aufgeteilt in eine Krippengruppe U3, eine Kindergartengruppe Ü3 und eine altersgemischte Gruppe von 2 bis 6 Jahren. Derzeit sind 30 Kinder in der Einrichtung, die Gruppen füllen sich noch.

„An jedem Tag gibt es mindestens 60 Minuten angeleitete Bewegung“, sagt Dietmar King, Vorsitzender der Allianz. Diese sei altersgemäß auf die Mädchen und Jungen angepasst. Diese Stunde des täglichen Sports ist Pflicht. Denn sonst ist die Einrichtung kein Sport- und Bewegungskindergarten mehr. Das wird auch kontrolliert. Die täglichen Bewegungseinheiten werden von speziell geschulten Betreuerinnen und Betreuern oder von Übungsleitern der Sportallianz abgehalten. „Sie brauchen eine Zusatzqualifikation“, erklärt Kristina Abele, die Leiterin der Einrichtung.

Dennoch sollen bewährte Konzepte wie Rhythmik und Gesang nicht fehlen. Die Kinder sollen außerdem die Möglichkeit haben, in verschiedene Sportarten reinzuschnuppern. „Wir haben Kooperationen mit verschiedenen Abteilungen der Sportallianz und die funktionieren sehr gut“, sagt Kristina Abele und nennt die Schwimmschule sowie die Kindersportschule als Beispiele.

Auch vom Sportplatz vor der Tür sowie dem nahe gelegenen Wald wolle man profitieren.

Vielfältig entwickeln

Unter dem Motto „Kinder bewegen sich ins Leben“ sollen die Kleinen ab dem ersten Lebensjahr hier grundlegende Bewegungserfahrungen sammeln, sich vielfältig entwickeln und frei entfalten können.

„Durch die Veränderungen der kindlichen Umwelt wird der Bewegungsraum unserer Jüngsten oftmals sehr stark eingeschränkt. Dem wollen wir mit unserem Konzept entgegenwirken“, freut sich Kristina Abele. Und das kommt bei Kindern und den Eltern sehr gut an. „Die Kleinen haben jede Menge Spaß, sind ausgeglichener zu Hause und abends geschafft“, ergänzt die Leiterin.

Das Konzept spricht so gut an, dass sich immer noch Eltern bewerben, obwohl die Plätze ausgebucht sind, wie die Leiterin beschreibt. Täglich gibt es ein frisch zubereitetes und gesundes Mittagessen von der angegliederten Vereinsgaststätte.

Das Investitionsvolumen beträgt rund 3,2 Millionen Euro. Zuschüsse kamen von der Stadt mit rund 1,5 Millionen Euro, und von Bund, Land, dem WLSB und dem Projektträger Jülich mit weiteren rund 540 000 Euro. Den Rest trägt der Verein. Geplant hat die Einrichtung Architekt Jürgen Heberling vom Büro ip21 GmbH Architekten in Wasseralfingen, am Bau beteiligt waren vornehmlich Betriebe aus der Region. ASA

Der Eingangsbereich des Kindergartens und rechts die beiden Sport- und Bewegungshallen im ASA-Sportzentrum.
Ein Blick in den Sanitärbereich des Kindergartens.

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