Streuobstwiesen- ein wichtiges Kulturgut

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Streuobstwiesen prägen die Landschaft der Ostalb.

Ob Konfitüre, Gelee, Tee oder Most: Die Verarbeitungsmöglichkeiten von Streuobst sind sehr vielfältig. Im Ostalbkreis gibt es viele Mosterein mit Obstannahmestellen. Hier lassen sich die geernteten Früchte beispielsweise zu Saft verarbeiten.

Ostalbkreis. Seit vielen Jahren prägen Streuobstwiesen die Landschaft der Ostalb und sind ein wertvoller, sowohl kultureller als auch ökologischer, Schatz.

Über 5000 verschiedene Arten an Pflanzen und Tieren finden in den Streuobstwiesen in der Region Ostwürttemberg Nahrung und Lebensraum, schreibt das Landratsamt.

Sortenvielfalt in der Region

In diesen Wiesen wachsen hauptsächlich Sorten, die robust, frostfest und für viele Zwecke verwendbar sind. Während man im Supermarkt nur noch fünf bis zehn verschiedene Apfelsorten angeboten bekommt, ist die Sortenvielfalt im Streuobstbaum um ein Vielfaches höher.

Vor allem alte Sorten bringen Vorteile mit sich: Sie sind für Menschen mit Apfelallergien besser verträglich als manche moderne Züchtung.

Streuobst verarbeiten

Die Früchte der verschiedenen Obstarten können sowohl frisch als auch verarbeitet verzehrt werden: Ob Apfelchips, Birnenkompott, Saft, Secco, Cidre, Destillate, Liköre, Gelees, Konfitüre, Tees oder Most, für jeden Geschmack ist sicherlich etwas Leckeres dabei.

Vor allem Fallobst wurde schon seit je her zu Most oder Apfelsaft verarbeitet. Doch wie viele Äpfel braucht man, um Saft daraus zu gewinnen?

Hier gilt folgender Maßstab: Aus eineinhalb Kilogramm Äpfel entsteht etwa ein Liter frisch gepresster Apfelsaft.

Regional einkaufen

Um weiterhin die Artenvielfalt zu erhalten, ist es wichtig, die regionalen Mostereien zu unterstützen. Denn durch den Kauf von regionalen Streuobstprodukten leistet jeder Einzelne einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Streuobstwiesen. Denn nur, wenn sich die Bewirtschaftung auch finanziell lohnt, können die Bestände weiterhin gehegt und gepflegt werden.

Vor allem der regelmäßige Schnitt der Bäume ist eine der Voraussetzungen für eine gute Fruchtqualität und gesunde Bäume. Obst- und Gartenbauberater bieten hierzu regelmäßig Schnittkurse und auch die Ausbildung zum Obst und Gartenfachwart an. jat

Mehr Informationen zu den Schnittkursen und Ausbildungsangeboten zum Obst- und Gartenfachwart findet man im Internet unter: http://www.fachwarte-aalen.de.

  • Most selbst herstellen
  • Viele Mostereien aus der Region bieten an, den eigenen Apfelsaft in der Mosterei zu pressen. In Bag-in-Box Behältern kann man sich dann den eigenen Apfelsaft als Wintervorrat abfüllen lassen. Doch vorab ist wichtig, welches Obst in den Saft kommt, denn man hat die Qualität des eigenen Saftes selbst in der Hand. Darauf sollte man achten:
  • Das Obst sollte sauber sein
  • Die Äpfel sollten nicht früher als drei Tage vor dem Presstermin gesammelt werden
  • Das Obst sollte reif sein: Plückreife Äpfel haben braune Kerne. Beim reifen Apfel löst sich außerdem der Stiel leicht vom Ast.
  • Faules Obst aussortieren
  • Druck und Schorfstellen vermeiden
  • Überreife, mürbe Früchte haben eine geringe Saftausbeute und viel Trub

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