Tag der offenen Tür im Passivhaus in Gmünd

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Die Gmünder Glaskünstlerin Alkie Osterland hat den Eingangsbereich und das Treppenhaus mit Glaskunst gestaltet.

Passivhaus-Bewohnerinnen und Bewohner leben Klimaschutz in ihren eigenen vier Wänden vor. Beim Tag der offenen Tür am Samstag, 6. November, können Interessierte in Schwäbisch Gmünd das Passivhaus in der Oberbettringer Straße 176 besuchen.

Schwäbisch Gmünd. Passivhaus-Bewohnerinnen und Bewohner zeigen, wie es geht: Der Schüssel für besseres Bauen ist hohe Energieeffizienz. Nur mit Gebäuden, die deutlich weniger Energie fürs Heizen und Kühlen verbrauchen, gelingt Klimaschutz im Gebäudebereich.

Bewohner laden ein

Vom 5. bis 7. November 2021 laden Bewohnerinnen und Bewohner von Passivhäusern rund um den Globus zu sich nach Hause ein. Dabei können Besucherinnen und Besucher selbst erleben, wie Gebäude im Passivhaus-Standard das Klima schützen und gleichzeitig für Komfort und Wohngesundheit sorgen. Vom kanadischen British Columbia übers britische Bradford bis Bayern gibt es zahlreiche Möglichkeiten für persönliche und digitale Besuche. Auch in Schwäbisch Gmünd auf dem Hardt ist ein Passivhaus am Samstag, 6. November, zur freien Besichtigung geöffnet.

Bezahlbare Energiekosten

Fachleute sind sich einig: Die meisten gesetzlichen, energetischen Vorgaben sind ambitionslos. Da bildet auch das deutsche Gebäudeenergiegesetz (GEG) keine Ausnahme.

Bauwilligen raten die Experten daher, ihr Haus tatsächlich fit für die Zukunft zu machen und besser zu bauen als gesetzlich vorgeschrieben. „Somit können langfristig Kosten gespart werden“, erläutert der Gmünder Architekt des Passivhauses in der Oberbettringer Straße, Karl Miller. Durch die effiziente und energiesparende Bauweise sinken die Energiekosten um den Faktor zehn, weiß Miller. Er selbst wohnt in einem Passivhaus, und plant seit 30 Jahren solche Häuser.

Über Vorteile informieren

Bei den Tagen der offenen Tür im Passivhaus können sich Interessenten über die Vorteile äußerst energieeffizienter Gebäude informieren. „Gebäude im Passivhaus-Standard bieten hohen Wohnkomfort mit einer besseren Raumluftqualität und sorgen für niedrige Energiekosten. Das freut Eigentümer und Mieter gleichermaßen“, erklärt Sabine Stillfried von der Informationsgemeinschaft Passivhaus. „In einem Passivhaus lässt es sich einfach gemütlich wohnen. Es gibt keine kalten Fensterscheiben, keinen Schimmel und hat zudem besonders niedrige Heizkosten“, sagt Miller.

Bewohner des Passivhauses in Schwäbisch Gmünd auf dem Hardt profitieren von der energiesparenden Bauweise. „Wir mussten die Heizung, bis anfang November noch nicht einschalten“, so ein Bewohner.

In der Projektdatenbank des Passivhaus Instituts sind im Internet unter www.passivhausprojekte.de alle Besuchsmöglichkeiten, egal ob vor Ort oder digital aufgeführt, und werden laufend aktualisiert. Die Webseite der IG Passivhaus informiert außerdem zu weiteren Veranstaltungen, die rund um dieses Wochenendes stattfinden werden. pm/jat

In der Oberbettringer Straße 176 auf dem Hardt kann das Mehrgenerationenhaus besichtigt werden.

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