Verkehrsberuhigt und lebenswert umgestaltet

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Blick auf die neu gestaltete Ortsmitte in Bargau mit Jakobuskirche und neuer Bushaltestelle.

Für 1,4 Millionen Euro wurde der Bargauer Ortsmitte ein neues Gesicht verliehen. Die umfangreichen Baumaßnahmen konnten sogar noch vor der geplanten Zeit abgeschlossen werden.

Schwäbisch Gmünd-Bargau. Mit der offiziellen Freigabe der Bargauer Ortsdurchfahrt und der Freigabe des neu gestalteten Dorfplatzes am 25. September diesen Jahres konnte ein lang gehegter Wunsch der Bargauer und von Ortsvorsteher Franz Rieg erfolgreich erfüllt werden.

Verkehrsberuhigung durch die neue Ortsumfahrung

Mit ein Auslöser für die Umgestaltung der Bargauer Ortsmitte war die Fertigstellung der Bargauer Ortsumfahrung, die Ende 2017 für den Verkehr freigegeben wurde. Bis dahin quälten sich rund 16 000 Fahrzeuge täglich durch den Ort. Die Verkehrsbelastung, der Lärm und die Gefährdung der Fußgänger seien dadurch stark zurück gegangen, freut sich Ortsvorsteher Franz Rieg. Der aus der Ortsumfahrung resultierende stark verringerte Verkehr war mit ein Anlass, der Bargauer Ortsdurchfahrt und dem gewachsenen Dorfmittelpunkt am Bezirksamt, mit seiner Jakobuskirche und dem Pfarrhaus, eine optische Aufwertung zu verleihen.

Im März vergangenen Jahres konnte dem Ortschaftsrat ein Zuschussbescheid über 256 000 Euro durch das ELR-Programm übermittelt werden, damit war der Weg zur Umgestaltung der Ortsmitte geebnet, um neue Lebensqualität im Ort zu schaffen. Das Planungsbüro LK & P wurde mit der Ausarbeitung und Umsetzung beauftragt. Für 1,4 Millionen Euro hat Bargau nun einen neu gestalteten Platz samt Straße zwischen Rathaus, Schulhaus, Pfarrhaus und Kirche.

Der Start der Maßnahmen begann mit den Kanalarbeiten an den Seitenstraßen, die coronabedingte Schließung der Schulen und der nahezu verschwundene Verkehr während des ersten Lockdowns spielten den ausführenden Firmen in die Hände, sodass eine zügige Herstellung des Gehwegs vom alten Schulhaus aus möglich war.

Barrierefreier Zugang zum Bezirksamt

Hell und ansprechend wirkt jetzt der Straßenbereich zwischen Bezirksamt und Pfarrhaus. Ein Bouleplatz soll hier als Treffpunkt für freies Spielen in zwangloser Atmosphäre unter freiem Himmel dienen. Der in "Rostoptik" gehaltene neue Marktbrunnen passt sich optisch dem barrierefreien Zugang zum Bezirksamt an. "Mit der Umgestaltung des Dorfplatzes, war es nur logisch, dass Bargau als erste Teilgemeinde von Gmünd einen barrierefreien Zugang erhält", meint Ortsvorsteher Franz Rieg. Neue Straßenleuchten säumen den Weg. Zwei neue Bushaltestellen sorgen nicht nur für entspanntes Warten bei schlechtem Wetter, sondern die Bänke laden auch so zum Verweilen ein und haben sich schon zu kleinen Treffpunkten entwickelt.

"Emporstreben" heißt das Fehrle-Kunstwerk, das seit "gefühlt schon immer" den Platz vor dem Rathaus schmückt. Durch den in den vergangenen Jahren angesetzten Rost erhielt das Kunstwerk im Volksmund den Namen "rostiger Done". "Gute Geister" hätten der Patina an dem Kunstwerk den Kampf angesagt – noch erstrahlt "Emporstreben" in klarer Farbe, die Zeit wird dafür sorgen, dass der "rostige Done" seinen Namen wieder zu Recht trägt und das stimmige Bild in der Ortsmitte ergänzt.

Als letzter Akt der Umgestaltung wurden 17 Zierkirschen gepflanzt. Ortsvorsteher Rieg und Bezirksamtsleiterin Vera Schaal freuen sich jetzt schon auf das Frühjahr, wenn die Bäume zur Blüte kommen.

Hohe Aufenthaltsqualität

Der neue Platz bietet jetzt jede Menge Aufenthaltsqualität. Franz Rieg blickt bereits in die Zukunft und stellt sich auf dem Areal die Wiederbelebung des Dorffestes vor; die nötigen Infrastrukturmaßnahmen dazu wurden geschaffen. Der Ortsvorsteher zollt des Weiteren den ausführenden Firmen Lob und Respekt über die saubere, reibungslose und schnelle Arbeit, die sogar eine vorzeitige Eröffnung von Platz und Straße zuließen. aro

Ortsvorsteher Franz Rieg vor dem neuen Brunnen am Rathaus.

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