Viel Neues auf historischem Gelände

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Die Geschichte von Wasseralfingen ist eng mit der Eisengießerei verknüpft.

Der Ort Wasseralfingen mit seinen fast 12 000 Einwohnern ist ein reizvoller Standort, nicht nur für die Industrie, auch für junge Familien. Hier findet sich alles für den täglichen Bedarf, Kundenbetreuung und ärztliche Versorgung.

Aalen-Wasseralfingen. So ist es kein Wunder, dass die Anfrage nach Wohnraum in dem Aalener Teilort sehr groß ist. Derzeit wird daran gearbeitet, dass neue Wohnungen entstehen. So zum Beispiel im Baugebiet Maiergasse, wo bereits der erste Bauabschnitt erschlossen wurde. Hier sollen mehrere Mehrfamilienhäuser entstehen.

Viele Bewerber für Bauplätze


Im zweiten Bauabschnitt sind Einfamilienhäuser geplant, aber Ortsvorsteherin Andrea Hatam sagt: „Das dauert leider noch ein Weilchen.“ Nächste Woche findet der Spatenstich für das Baugebiet Treppach-West statt. Hatam ist sehr zuversichtlich, was den Verkauf der Bauplätze angeht. „Die Bewerberlage ist sehr gut,“ sagt sie.
An Kindergartenplätzen wird ebenfalls intensiv gearbeitet. An der Braunenbergschule entsteht ein Bildungscampus mit einem weiteren Kindergarten. Die beiden Schulzentren sind ebenfalls eine Säule, damit sich junge Familien in Wasseralfingen ansiedeln. Maßgeblich am Aufstiegs Wasseralfingens beteiligt waren die Schwäbischen Hüttenwerke. Heute noch sind sie zusammen mit der Maschinenfabrik Alfing Kessler eine der Stützen. „Wir haben aber auch viele gute Handwerksfirmen im Ort,“ betont Andrea Hatam. Durch die Schließung von SHW CT entstehen sogar neue Investitionen in moderne Firmen. Die Firma ZEI- Tec ist in ein Gebäude eingezogen und sorgt für neue Arbeitsplätze. „Neue Technologien auf historischem Gelände,“ sagt Hatam. Nach der Lockdown-Zeit legt der Tourismus nun auch wieder zu. Zwar war in diesen Zeiten ein großer Zuspruch bei den vielen Wanderwegen um Wasseralfingen zu verzeichnen, insbesondere der Sieger-Köder-Weg wurde gut besucht. Doch die Aushängeschilder, wie etwa das Besucherbergwerk „Tiefer Stollen“ oder auch das Museum, mussten lange geschlossen bleiben. „Langsam kommt auch hier wieder Leben rein,“ sagt die Ortsvorsteherin. Mit der Ausstellung „Der letzte Guss“, die bis zum 1. November in der Museumsgalerie zu sehen ist, soll auf die traditionsreiche Eisengießerei gezeigt werden. Joachim Wagenblast kann inzwischen auch wieder Führungen durch die Ausstellung und über den Sieger-Köder-Weg durchführen. „Auch viele ausländische Besucher kommen wegen Sieger Köder nach Wasseralfingen,“ sagt Andrea Hatam stolz.

Die Kultur kehrt ins Bürgerhaus zurück


Seit einigen Tagen ist die Asthma-Therapie im Tiefen Stollen auch wieder geöffnet. Darauf hatten viele Patienten bereits gewartet. Dementsprechend waren die Ersten am Öffnungstag schon sehr früh zur Einfahrt bereit.
In das Kulturangebot kommt ebenfalls wieder Leben. „Die Kultur war in diesen Zeiten sehr benachteiligt,“ sagt Hatam. Sie hat die Hoffnung, dass es bald wieder richtig losgeht. Vor allem im Bürgerhaus soll wieder Leben einkehren. „Hier sind mitten im Ort viele Begegnungen möglich,“ sagt die Ortsvorsteherin. In dem Gebäude beim Rathaus am Stephansplatz sind neben dem Museum auch die Musikschule, die Bücherei und die VHS untergebracht. Lesungen, Theater, Konzerte und vieles mehr sind hier möglich.

Michael Scheidle

  • Kommende Veranstaltungen in Wasseralfingen¶
  • Am kommenden Mittwoch, 8. September, findet um 17 Uhr unter dem Motto „KOMMmit!“ ein sogenannter Ortsteilspaziergang durch die Wasseralfinger Innenstadt statt. Dieses neue Kommunikations- und Beteiligungskonzept im Rahmen des Innenentwicklungsmanagements der Stadt Aalen wird in allen Ortsteilen durchgeführt. Hier darf jede*r Interessierte teilnehmen und Vorschläge zu verschiedenen Stellen in Wasseralfingen anbringen. Mithilfe eingebauter Workshops möchte die Verwaltung mit den Teilnehmer*innen Ideen sammeln und ausarbeiten. Los geht’s am Karlsplatz. Im Anschluss können die Teilnehmer noch gemütlich beisammensitzen und plaudern. Dazu wird um eine telefonische Anmeldung im Rathaus unter 07361/9791-0 gebeten.
    Am Samstag, 18. September, findet von 8 bis 15 Uhr auf dem Stefansplatz ein Floh- und Trödelmarkt statt.
    Einige Tage später, am 23. September, hält Helmut Moser einen Vortrag zum Thema „Eiserne Geschichten von der Ostalb“. Im Bürgersaal spricht der Vorsitzende der Barbara-Zunft über Eisenerz und wie die Kunst seiner Verarbeitung auf die Ostalb kamen. Denn die Geschichte der Eisenverarbeitung in der Region wirft einen Blick auf die gesamte Industriegeschichte. Das Jahr 2021 steht in Wasseralfingen ganz im Zeichen des Eisenkunstgusses.
Ein Ort der Kultur und Begegnung: Das Bürgerhaus Wasseralfingen.

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